Radtour Fünf-Flüsse-Radweg im Bayerischen Jura Bayerischer Jura: Position auf der Karte

Radtour Fünf-Flüsse-Radweg im Bayerischen Jura

Regensburg, Kelheim, Neumarkt, Nürnberg, Amberg

Fünf-Flüsse-Radweg im Bayerischen Jura

Höhenprofil

Min: 981 ft
Max: 1562 ft
Aufstieg: 3038 ft
Abstieg: 3038 ft
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Über den Autor
aktualisiert am Jun 11, 2018
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2
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Allgemeines

Schwierigkeit
Leicht
Strecke: 197.16 miles
Rundweg
StartRegensburg
Min: 981 ft
Max: 1562 ft
Aufstieg: 3038 ft
Abstieg: 3038 ft

Beste Jahreszeit

Geeignet für

Mountainbike
Stadtrad

Routenbeschreibung

Radelbrücke in Kallmünz
© Reinhard Mederer 2011 Radelbrücke in Kallmünz

Der Fünf-Flüsse-Radweg, der zu den schönsten Radwanderwegen Deutschlands gehört, führt durch die abwechslungsreiche Landschaft des Bayerischen Jura: vorbei an ruhigen Flussläufen, herrlichen Naturlandschaften und altehrwürdigen Städten. Kurzum, auf dem gut beschilderten Rundweg gibt es für die ganze Familie viel zu bestaunen und zu entdecken. Seinen Namen hat der Radweg den fünf Flüssen Naab, Vils, Pegnitz, Altmühl und Donau zu verdanken, an deren Ufern er entlang führt. Die knapp 320 Kilometer lange Strecke ist ausgelegt auf fünf Etappen, die aber zeitlich gesehen individuell verlängert werden können.

1. Etappe: Regensburg – Kehlheim (35 km)

Bevor du los radelst, solltest du dir auf alle Fälle noch die über 2.000 Jahre alte Innenstadt Regensburgs ansehen und dich in einem der vielen kleinen Cafés für die bevorstehende Fahrt durch den Bayerischen Jura und die Frankenalb stärken. Stadtauswärts geht es anschließend auf einem Teilstück des Donau-Radwegs wunderschön flach entlang des Flussbetts. Nach den „Winzer Höhen“ erreichst du die Donau-Fähre in Regensburg-Prüfening. Von hier aus geht es gemütlich geradeaus weiter bis kurz vor Bad Abbach, wo du die Donau auf einer eigens für Radfahrer und Fußgänger geschaffenen Brücke überquerst. Die kleineren Ortschaften Poikam und Kelheimwinzer liegen entlang des Weges an der Donau und lassen das erste Etappenziel Kehlheim nicht nur namentlich schon erahnen. Hier mündet die Altmühl in die Donau, dessen Vereinigung sich aber relativ unspektakulär vollzieht. Eine Attraktion, die du nicht verpassen solltest, ist die Weltenburger Enge, auch Donaudurchbruch genannt.

2. Etappe: Kelheim - Neumarkt (89 km)

Von Kelheim aus geht es direkt hinein ins schöne Altmühltal. Gleich nach der Stadtgrenze ragen die gigantischen Felsen des Weißen Jura auf und Burgen wie Schloss Randeck oder die Burg Prunn tauchen immer wieder hoch über dir auf. Deckungsgleich verläuft hier zum Teil auch der Themenradweg „Tour de Baroque“, der weiter bis nach Passau und zu barocken Kunstwerken des 17. Jahrhunderts führt. Auf Höhe von Essing und der Weihermühle siehst du schon von Weitem den sogenannten „Tatzelwurm“, eine wellenförmige Holzbrücke, die das Prädikat längste Holzbrücke Europas für sich beansprucht. Entlang des Donau-Main-Kanals geht es in Richtung Riedenburg, das als „Perle des Altmühltals“ bezeichnet wird, und schließlich über Dietfurt nach Beilngries. In Planstetten kannst du dich dann entscheiden, ob du auf direktem Weg nach Neumarkt radelst oder einen 12 Kilometer langen Schlenker über Freystadt machst.

3. Etappe: Neumarkt – Nürnberg (45 km)

Auf ehemaligen Treidelpfaden geht es von der Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz immer am Kulturdenkmal des „alten Kanals“ entlang. Über die kleinen Städtchen Berg, Schwarzenbach und Pfeifferhütte gelangst du in schließlich in den Nürnberger Reichswald. Den Flusslauf des Kanals verlässt du erst wieder wenn du den Markt Wendelstein passiert hast. Dieser Streckenabschnitt ist aufgrund der tollen Natur- und Waldpassagen besonders schön und lässt sich wegen der flachen Streckenführung unbeschwert genießen. Das Höhenniveau beginnt dabei deutlich zu fallen. Um die 120 Höhenmeter sinkt das Level bis nach Nürnberg, was auch die vielen Schleusen auf dem Weh dorthin erklärt. Bei Kilometer 141 kannst du dich auf einem sehr schön gelegenen Rastplatz auf einer Waldlichtung kurz erholen. Diese Idylle gehört aber schnell wieder der Vergangenheit an, sobald du die A9 München-Berlin unterquerst. In Wendelstein angekommen, zweigt sich der Radweg bei Worzeldorf in die Einmündung Trierer Straße, die ins Nürnberger Zentrum führt.

4. Etappe: Nürnberg – Amberg (75 km)

Die Frankenmetropole ist auf jeden Fall einen kurzen Zwischenstopp wert, bei dem du dir die historischen Gebäude und die schöne Altstadt ansehen solltest. Danach geht es auf dem Uferweg entlang des Wöhrder Sees stadtauswärts. Du folgst dabei immer den Richtungsschildern mit der Aufschrift „Pegnitztal-Ost“ oder den speziellen „5-Flüsse-Radweg“ Aufklebern. Obwohl du dich immer noch im Großstadtbereich befindest, radelst du durch großzügige Parkanlagen am Rande des Seeufers und schließlich durch die naturgeschützten Pegnitzauen, bevor du die Pegnitzmündung erreichst. Vorbei am Natur- und Freibad Langsee, das dir an heißen Tagen eine willkommene Abkühlung sein kann, der Schlossruine Oberbürg und der Industrieansammlung Hammer rollst du in Lauf an der Pegnitz ein. Über den malerischen Marktplatz und die FAUN-Werke geht es ins kleine Dörfchen Ottensoos. Die St. Veitskirche dort ist sogar als offizielle Radwegkirche ausgewiesen. Einige Kilometer weiter kommt der Ort Henfenfeld samt Schloss und Biergarten in Sicht, der sich für eine zünftige Einkehr bestens eignet. Nach einer kurzweiligen Fahrt durch die Pegnitzwiesen kommst du nach Hersbruck, dessen Innenstadt du über den Pegnitz-Lohsteg erreichst. Kurz nach Hersbruck radelst du am Happburger Baggersee vorbei weiter durch das Högenbachtal Richtung Neukirchen. Auf diesem Abschnitt beginnt sich die Landschaft zu verändern und erste Hügelketten lassen leichte Steigungen erahnen. Nach einem knackigen Anstieg auf den topographischen Höhepunkt der Strecke geht es wieder leicht bergab nach Sulzbach-Rosenberg. Die anstrengendste Etappe hast du dann geschafft und es geht gemütlich weiter über Poppenricht bis in die ehemalige Residenzstadt Amberg.

5.Etappe: Amberg – Regensburg (68 km)

Raus aus Amberg geht’s durch das Wahrzeichen der Stadt, die sogenannte „Stadtbrille“. Auf einer ehemaligen Bahntrasse von Haselmühl nach Schmidmühlen kannst du auf gut ausgebauten Wegen stressfrei durch das schöne Vilstal fahren. Dabei liegen unter anderem das Schloss Theuern und die Wallfahrtskirche Eggenberg in Ensdorf auf deinem Weg nach Schmidmühlen, wo sich Vils und Lauterach vereinen. Für ein paar Kilometer bis nach Kallmünz laufen der Fünf-Flüsse-Radweg und der Radfernweg Bayern-Böhmen parallel. Nach einigen kleineren Dörfern erblickst du schon bald die Burgruine von Kallmünz. Die Vils wird hier zur Naab und du radelst das letzte Stück der Tour durch das breite Naabtal über Pielenhofen und Mariaort, von wo aus du bereits die Türme des Regensburger Doms erahnen kannst. Durch den Stadtteil Prüfening kommst du schließlich wieder in die Altstadt der oberpfälzischen Metropole.

Einkehr vorhanden
Übernachtungsmöglichkeit vorhanden
Für Kinder geeignet

Einkehr

Radeln im mittelalterlichen Berching
© Reinhold Mederer 2011 Radeln im mittelalterlichen Berching

Ein knurrender Magen sollte auf einer Radtour nicht dein ständiger Begleiter sein. Damit du kräftig in die Pedale treten kannst, findest du entlang der Route eine Vielzahl an Restaurants, Gaststätten und Cafés, die mit diversen Leckereien wieder für neue Kraft sorgen. In so gut wie jedem Ort, den du durchradelst, kannst du dich zu einer kurzen Einkehr niederlassen.

Urige Gemütlichkeit in Kombination mit regionaler Küche aus frischen, saisonalen Produkten gibt’s zum Beispiel in der Zirbelstube in Nürnberg-Worzeldorf. Die Klosterwirtschaft Pielenhofen ist Teil der alten Klosteranlage und bietet seinen Gästen traditionelle Wirtshausklassiker, deftige Brotzeiten und süße Leckereien.

Besonders schön gelegen ist der Spitalgarten in Regensburg, unweit der Steinernen Brücke. Vom ältesten Biergarten Regensburgs hat man einen herrlichen Blick auf die Donau, die Altstadt und den Dom.

Wissenswertes

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  • Mit 197 miles gehört die Radtour zu den 10 längsten Radtouren in Deutschland.
  • Diese Strecke kann mit Kindern zurückgelegt werden und ist familienfreundlich.
  • Für das leibliche Wohl sorgen Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke.

Highlights der Tour

Blick auf das Kloster in Pielenhofen
© Landratsamt Regensburg Blick auf das Kloster in Pielenhofen

Neben den landschaftlichen Highlights der Tour, wie zum Beispiel den beeindruckenden Jurafelsen und den grünen Pegnitzauen, machen vor allem auch kulturelle Besonderheiten entlang der Strecke die Tour sehr reizvoll.

Allein Regensburg hat schon einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die 2.000 Jahre alte Reichsstadt ist noch deutlich vom Mittelalter geprägt und wurde nicht umsonst zum UNESCO Welterbe ernannt. Am besten schlenderst du gemütlich durch die vielen kleinen Gassen der Altstadt und lässt dich vom quirligen Leben und der besonderen Atmosphäre der Stadt mitreißen. Ein Besuch im Dom St. Peter gehört genauso wie ein Gang über die Steinerne Brücke, dem zweiten Wahrzeichen der Stadt, zu einem Must-Do. Besonders abends füllen sich die Straßen und Plätze der Stadt und vermitteln fast ein bisschen italienisches Flair mitten in Bayern.

Auf dem Weg nach Kelheim passierst du auch Bad Abbach, das seit dem 15. Jahrhundert für seine Schwefel- und Moorbäder bekannt ist und auch heute noch mit der Kaiser-Therme viele Bade- und Saunagäste anlockt. Kelheim selbst ist eine durchaus sehenswerte alte Wittelsbacher Stadt, die stark von den barocken Bauwerken der Asam-Brüder geprägt ist. König Ludwig der I. ließ zudem hoch über der Stadt die Befreiungshalle bauen, die nun ein beliebtes Touristenziel ist. Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, solltest du einen Abstecher zum Kloster Weltenburg am Donauufer machen. Im wunderschönen Biergarten kannst du dir ein frisch gezapftes Bier aus der klostereigenen Brauerei gönnen.

In Riedenburg, der „Perle des Altmühltals“, hast du die Möglichkeit, die beeindruckende Flugvorführung der Falknerei auf der Rosenburg mitzuerleben oder dir die größte Bergkristallgruppe der Welt im Kristallmuseum der Stadt anzuschauen.

Neumarkt entwickelte sich durch seine günstige Lage zwischen Nürnberg und Regensburg zu einem wichtigen Handelszentrum in der Region, von dem auch heute noch die vielen historischen Gebäude rund um den Stadtkern zeugen.

Nürnberg ist ähnlich wie Regensburg eine Stadt mit tausendjähriger Geschichte. Neben einem Rundgang durch die alte Reichsstadt lohnt sich ein Besuch der Kaiserburg und der gotischen Frauenkirche, von deren Balkon aus Jahr für Jahr der berühmte Christkindlesmarkt eröffnet wird. Nicht nur kleine Gäste werden im Tierpark Nürnberg ihren Spaß haben. Die Delfinlagune, Eisbären und exotische Wildtiere begeistern auch große Tierfreunde.

Nahe Neukirchen lädt die Osterhöhle zu einem Abstecher ein. In deren Gängen und Kammern kannst du phantastische Tropfsteine und riesige, natürliche Raume bewundern, bevor es etwas steiler hinauf nach Sulzbach-Rosenberg geht. Der historische Marktplatz und die mittelalterlich geprägte Altstadt haben einen ganz besonderen Charme und verleiten geradezu, einen kurzen Zwischenstopp einzulegen.

Die nächste Station der Reise ist Amberg. In der einstigen Residenzstadt der Wittelsbacher solltest du dir die schon von weitem sichtbare Wallfahrtskirche Maria-Hilf ansehen, die im Inneren mit einer barocken Wandfreske des berühmten Künstlers Asam beeindruckt. Der schöne Marktplatz mit der St. Martins Kirche existiert so wie du ihn heute bewundern kannst, schon seit über 1.000 Jahren.

Bevor du wieder Regensburg erreichst, lohnt es sich in Kallmünz Halt zu machen. Die malerische Kulisse des kleinen Ortes und die herrschaftliche Burganlage hoch über der Stadt haben es in der Künstlerszene relativ bekannt gemacht und sind auch für Touristen und Radwanderer schöne Bildmotive.

Varianten

Radeln entlang der Donau
© Landratsamt Regensburg Radeln entlang der Donau

Je nach Lust und Laune kannst du die Tour auch verlängern, indem du dir für die einzelnen Städte und Ortschaften mehr Zeit nimmst oder den ein oder anderen Abstecher in die Umgebung machst. Kürzere Strecken, die von der eigentlichen Route etwas abweichen, aber letztlich wieder zurück auf den eigentlichen Weg führen, sind ausgeschildert. Ein Beispiel dafür, wäre die Tour von Planstetten über Freystadt nach Neumarkt. Zwischen Kelheim und Berching hast du auch die Möglichkeit, aus dem Fahrradsattel zu steigen und die Strecke alternativ mit dem Schiff zurückzulegen.

Anfahrt zum Startpunkt

Mit dem Auto

Regensburg liegt verkehrsgünstig direkt an der A3 Passau-Nürnberg und ist somit leicht zu erreichen. Wenn du aus dem Norden anreist, nimmst du zunächst die A9 von Berlin über Leipzig bis nach Hof und wechselst hier auch die A93 Richtung München.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Regensburger Hauptbahnhof liegt relativ zentral in der Innenstadt und wird von allen größeren deutschen Bahnhöfen angefahren.

Kontakt

Tourismusverband Ostbayern e.V.
Im Gewerbepark D04
93059
Regensburg
Anfrage senden
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Tel.:0941 / 585390
Fax:0941 / 5853939
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