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EM 2016 Frankreich: 10 Städte - Stadien - Top-Sehenswürdigkeiten

Vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 findet die 15. Fußball-Europameisterschaft in Frankreich statt. In zehn Städten befinden sich die Austragungsorte. Grund genug, diese unter die Lupe zu nehmen und euch das jeweilige Top-Ausflugsziel vorzustellen. Wer sich eine Karte ergattert hat oder nur dort Urlaub macht, kann neben den Stadien weitere großartige Sehenswürdigkeiten besichtigen...

Stade-de-France in Saint-Denis – Top-Sehenswürdigkeit: Die Kathedrale von Saint-Denis

Aussenansicht auf das Stade-de-France in Saint-Denis nördlich von Paris
Muffingg - eigenes Werk Aussenansicht auf das Stade-de-France in Saint-Denis nördlich von Paris

Die Stadt Saint-Denis liegt etwas nördlich von Paris und ist Standort von Frankreichs größtem Fußballstadion, dem Stade-de-France. Dieses wurde anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 errichtet und ist mit einer Kapazität von 81.338 Zuschauern das größte Stadion der diesjährigen Europameisterschaft – und das mit großem Abstand. Bemerkenswert ist, dass keine Vereinsmannschaft im Stade-de-France spielt und es lediglich als Nationalstadion genutzt wird. Von der UEFA wurde die Sportstätte in die Kategorie 4 eingestuft, was früher für den Titel „Elitestadion“ stand. Neben der Funktion als Austragungsstätte der Fußball-Europameisterschaft 2016 werden hier auch die nationalen Finale des französischen Fußball- und Ligapokals sowie der französischen Rugby-Meisterschaft Top14 ausgetragen. Das Stadion wurde im Jahre 2002 mit dem Outstanding Structure Award durch die IABSE (International Association for Bridge and Structural Engineering) geehrt.

Das beeindruckendste Bauwerk und unser Top-Ausflugsziel in dieser Stadt ist die Kathedrale von Saint-Denis. Sie gilt als einer der Gründungsbauten der Gotik und wurde auf dem angeblichen Grab des heiligen Dionysius errichtet. Dieser soll im Jahre 249 in Montmartre enthauptet worden sein, woraufhin er seinen Kopf nahm und bis nach Saint-Denis wanderte, um dort am Standort der Kathedrale tot umzufallen. Dieser heilige Ort war zwischen den Jahren 564 n. Chr. bis 1830 die Grabstätte der französischen Könige und Königinnen, die jedoch in den Zeiten der französischen Revolution (1793/94) geplündert und die Kirche dabei stark beschädigt wurde. 1966 erhielt die Kirche offiziell den Rang einer Kathedrale, nachdem sie bereits 1862 zum „Monument historique“ erklärt worden war.

Stade Vélodrome in Marseille – Top-Ausflugsziel: Basilique Notre-Dame de la Garde

Eine Fanchoreographie im Stade Vélodrome, April 2015
CC-BY-SA 4.0   Hombrey - Eigenes Werk Eine Fanchoreographie im Stade Vélodrome, April 2015

Die Hafenstadt Marseille, die Hauptstadt der Präfektur Provence-Alpes-de-Côte d'Azur, ist einer der zehn Austragungsorte der Fußballeuropameisterschaft 2016 und Heimat des Stade Vélodrome. Das Heimstadion der Traditionsmannschaft Olympique Marseille hat nach Umbauten und Erweiterungen mittlerweile eine Zuschauerkapazität von 67.394 Besuchern und ist somit Frankreichs zweitgrößtes Stadion und das größte Stadion, in dem eine Vereinsmannschaft spielt. 
In den letzten Jahren konnte die Kapazität von "nur" 48.000 in der Saison 2013/14 auf mittlerweile 67.394 gesteigert werden. Das Stade Vélodrome war bereits während der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 und der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 Austragungsort eines internationalen Sportereignisses.

Wer die Reise nach Marseille antritt, sollte unbedingt einen Sprung zum Wahrzeichen der Stadt, der Basilika Notre-Dame de la Garde, wagen. Die Kirche thront auf einer Anhöhe von etwa 161 Metern über der Stadt und befindet sich nur knapp zwei Kilometer vom bekannten Hafen Vieux Port entfernt. An Stelle einer kleinen Kapelle aus dem Mittelalter wurde zwischen 1853 und 1864 dieses Gotteshaus errichtet, das seit dem Jahre 1879 den Rang einer Basiclica minor tragen darf. Beeindruckend ist der reich geschmückte Innenraum der Basilika, der zum Großteil aus ornamentalen Mosaikschmuck auf Goldgrund an den Decken besteht. Auch die Seitenkapellen wurden mit diesen figürlichem Mosaik ausgekleidet. Jedoch ist nicht nur das Innere die Wanderung auf die Anhöhe wert. Von der Terrasse an den nördlichen Kirchenmauern aus genießt Du eine einmalige Panoramaaussicht über ganz Marseille. Dabei solltest du vor allem deinen Blick auf den alten Hafen, die Kathedrale von Marseille und natürlich das Mittelmeer lenken, das im Osten direkt an die Stadt anschließt.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Parc Olympique Lyonnais in Lyon/ Décines-Charpieu - Top-Ausflugsziel: Musée Miniature et Cinéma Lyon

Das Stade Lumières am 28. Februar 2016 beim Spiel zwischen Olympique Lyon und Paris St. Germain
CC BY-SA 4.0   AsGunReview - Own work Das Stade Lumières am 28. Februar 2016 beim Spiel zwischen Olympique Lyon und Paris St. Germain

Die Nachbargemeinde von Lyon, Décines-Charpieu, ist Standort von Frankreichs drittgrößtem Stadion, dem Parc Olympique Lyonnais mit einer Kapazität von 58.927 Zuschauern. Das Stadion, welches auch unter den Namen Stade des Lumières, Grand Stade de Lyon und Grande Stade OL bekannt ist, wurde extra für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich errichtet. Baubeginn war nach einigen Verzögerungen Mitte November 2013, die Eröffnung fand am 9. Januar 2016 statt. Da der Verein von Olympique Lyon Eigentümer des Neubaus ist, ist das Stadion Parc Olympique Lyonnais das einzige vereinseigene Stadion der ersten Fußballliga Frankreichs. Jedoch ist noch nicht abschließend geklärt, wer für die Kosten von 410 Millionen Euro letztendlich aufkommen muss.

Unser Ausflugstipp für Lyon ist nicht, wie vielleicht vermutet, die Kathedrale Saint-Jean, die Notre-Dame de Fourvières oder der Tour métalliques. Wir empfehlen euch, ein Museum im Maison des Avocats zu besuchen, das sich im Herzen Lyons befindet und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Das Musée de Miniatures et Cinéma Lyon stellt Miniaturwelten aus, die hauptsächlich der Künstler Dan Ohlmann geschaffen hat, und zeigt zahlreiche Filmrequisiten und Techniken aus der Sparte der Special Effects. Highlights der Miniaturwelten, die du mit ausliegenden Lupen betrachten kannst, sind die Momente aus dem Alltag, die der Künstler etwas überzeichnet wiedergibt. So findest Du unter den Miniaturen beispielsweise das Restaurant Maxim's de Paris, aber auch Hinterhöfe oder verfallene Räume. Ganz besondere Stücke wie Miniatur-Origamitiere und Skulpturen aus Streichhölzern entdeckst Du im Salle des Performances. Unter den ausgestellten Filmrequisiten finden sich Kostüme aus Filmen wie Batman Begins oder V wie Vendetta.

Prinzenparkstadion (Parc-des-Princes) Paris – Top-Sehenswürdigkeit: Der Eiffelturm

Die Innen-Panoramaansicht des Parc des Princes (Prinzenparkstadion) im Herzen von Paris
CC-BY-SA 4.0   Liondartois - Eigenes Werk Die Innen-Panoramaansicht des Parc des Princes (Prinzenparkstadion) im Herzen von Paris

Hauptstadt Frankreichs und Standort des Prinzenparkstadion (Parc-de-Princes) mit einer Kapazität von 51.000 Zuschauern ist Paris. Das Heimstadion des Fußballclubs Paris St. Germain zählt wie das Stade-de-France zur Kategorie 4 und gilt somit als "Elitestadion“. Seit der WM 1998 und der Errichtung des Stade-de-France in Saint Denis hat das Prinzenparkstadion seinen Ruf als Nationalstadion jedoch verloren.

Hauptattraktion und Wahrzeichen von Paris ist zweifellos der Eiffelturm. Der 1887 zur Weltausstellung in Paris konstruierte Turm ist 324 Meter hoch und besteht aus drei spitz zulaufenden Etagen. Mit etwa sechs Millionen Touristen, die jährlich den Eiffelturm erklimmen, ist das Wahrzeichen Paris' einer der meistbesuchten Bauwerke Europas. Wer früh genug dran ist, kann sich im Restaurant „Jules Verne“ einen Platz ergattern. Dieses ist immer Wochen im Voraus ausgebucht und befindet sich auf der zweiten Etage in knapp 60 Metern Höhe über dem Boden.

Natürlich kannst du in der französischen Hauptstadt zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten bewundern. Wir empfehlen jedem eine geführte Bustour zu unternehmen, um gleich die interessantesten Gebäude und Museen zu sehen. Wir haben für Dich hier eine kleine Liste der wohl besten Ausflugsziele in Paris zusammengestellt.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Paris:

Stade Pierre-Mauroy in Lille/ Villneuve-d'Asqu - Top-Ausflugsziel: Palais des Beaux Arts de Lille

Das ausverkaufte Stade Pierre-Mauroy während des Eröffnungsspiels zwischen dem OSC Lille und dem AS Nancy
CC BY-SA 3.0   Liondartois - Eigenes Werk Das ausverkaufte Stade Pierre-Mauroy während des Eröffnungsspiels zwischen dem OSC Lille und dem AS Nancy

Im Norden Frankreichs liegt die kleine Stadt Villneuve-d'Asqu mit nur gut 60.000 Einwohnern vor den Toren der Metropolregion Lille. Sie ist Standort des Fußballstadions Stade Pierre-Mauroy. Die Austragungsstätte bei der Europameisterschaft 2016 fasst insgesamt 50.186 Besucher und bietet damit beinahe Platz für jeden Bewohner der Stadt. Benannt nach Pierre Mauroy, der fast 30 Jahre das Amt des Bürgermeisters der Stadt Lille bekleidete, begannen die Bauarbeiten der modernen Sportstätte im März des Jahres 2010. Abgeschlossen wurden sie am 17. August 2012 mit einem Ligaspiel zwischen dem OSC Lille und dem AS Nancy. Die Kosten für das Bauprojekt werden auf etwa 282 Millionen Euro beziffert, das Architekturbüro Valode & Pistre Pierre Ferret zeichnet sich für Entwurf und Planung verantwortlich. Das erste Großereignis, das im Stade Pierre-Mauroy ausgetragen wurde, war das Tennis Davis-Cup Finale Ende November 2014. An den drei Tagen, an denen sich Gastgeber Frankreich und die Schweiz im Finale gegenüber standen, fanden je 27.000 Sportbegeisterte ihren Weg ins Stadion.

Die Stadt Lille ist jedoch nicht nur Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2016, sondern beherbergt auch viele großartige Sehenswürdigkeiten mitten in der Stadt. Südlich des faszinierenden Place Charles de Gaulle, auch bekannt als Grand Place, findest Du eines der ersten Kunstmuseen Frankreichs, den Palais des Beaux Arts de Lille. Allein der Anblick der Fassade, die 1997 durch einen Glasanbau erweitert wurde, ist den Gang zum Museum wert. Die wechselnden Ausstellungen finden auf gut 22.000 Quadratmetern statt, was den Palais des Beaux Arts nach dem Louvre zum zweitgrößten Museums Frankreich macht. Ursprünglich wurde das Museum nach seinem Bau im Jahre 1792 zur Unterbringung und Ausstellung von Kunst verwendet, die bei Siegen der französischen Armee in anderen Ländern erbeutet wurde – ein Vorgehen, das bereits Napoleon initiierte.

Stade Bollaert-Delelis in Lens - Top-Sehenswürdigkeit: Museum Louvre-Lens

Das Stade Bollaert-Delelis im neu renovierten Zustand
CC-BY-SA 4.0   Liondartois - Eigenes Werk Das Stade Bollaert-Delelis im neu renovierten Zustand

Die nördlichste Austragungsstätte der Fußball-Europameisterschaft 2016 ist das Stade Bollaert-Delelis in Lens mit einem Fassungsvermögen von 38.223 Zuschauern. Das Heimstadion des RC Lens wurde bereits im Jahre 1932 gebaut und am 18. Juni 1933 eröffnet. Bis 2012 trug es den Namen seines damaligen Auftraggebers Félix Bollaert, der 1931 Vorsitzender der Minengesellschaft von Lens war. Ergänzt wurde der Name nach einem Beschluss der Stadt Lens zur Erinnerung an den früheren Minister und Bürgermeister der Stadt, André Delelis. Neben dem Stade Geoffroy-Guichard in Saint-Étienne ist es das älteste Stadion der diesjährigen Fußball-EM. Die Fankurve liegt nicht wie üblich hinter einem Tor, sondern entlang der Seitenlinie. Das komplett mit Sitzplätzen ausgestattete Stadion wurde bereits für die Austragung der WM 1998 grundlegend renoviert und die damals knapp 50.000 Plätze auf 41.800 reduziert. Durch die Verbesserung von Sicherheitsstandards und den Bau exklusiver Logen reduzierte sich die Kapazität weiter und beträgt mittlerweile noch 41.233. Durch die weitere Renovierung für die EM 2016 mit einem Volumen von 78 Millionen Euro ergibt sich die letztendliche Kapazität von "nur" noch 38.223 Sitzplätzen. Das bemerkenswerte an diesem Fassungsvermögen ist, dass die Stadt Lens nur etwa 37.000 Einwohner hat und somit jedem einen Platz anbieten könnte. Es finden im Stade Bollaert-Delelis drei Vorrundenspiele und eine Achtelfinale statt.

Unser Ausflugstipp für die Stadt Lens ist das Museum Louvre-Lens, ein Ableger des weltbekannten Louvre in Paris. Das Museum verfügt über eine Ausstellungsfläche von etwa 14.000 Quadratmetern und wurde am 4. Dezember 2012 nach fünfjähriger Bauzeit durch den französischen Staatspräsidenten François Hollande eröffnet. Die 205 ausgestellten Stücke umfassen den Zeitraum vom 3. Jahrtausend vor Christus bis ins Jahr 1850. Das berühmteste Stück ist "Die Freiheit für das Volk" von Eugène Delacroix. Das Gelände des Louvre-Lens ist etwa zwei Kilometer von der Innenstadt in westlicher Richtung entfernt. Früher befand sich hier die Zeche Nr. 9, in der fast 100 Jahre lang bis 1980 Steinkohle gefördert wurde. Das 150 Millionen Euro teure Bauwerk besteht aus fünf Gebäudeteilen. Das mit 68 mal 55 Meter größte davon ist die beeindruckende Eingangshalle, daneben gibt es ein Nebengebäude für Sonderausstellungen und einen Hörsaal, der Platz für 300 Personen bietet.

Matmut Atlantique in Bordeaux - Top-Sehenswürdigkeit: Grande Théâtre / Opéra National de Bordeaux

Das Matmut Atlantique wurde vom selben Architekten entworfen, der auch für die Münchener Allianz Arena oder das Nationalstadion in Peking verantwortlich war
CC-BY-SA 4.0   PA - Eigenes Werk Das Matmut Atlantique wurde vom selben Architekten entworfen, der auch für die Münchener Allianz Arena oder das Nationalstadion in Peking verantwortlich war

Nach dem nördlichsten kommen wir jetzt zum östlichsten Standort der Austragungsorte der UEFA Europameisterschaft 2016, dem Matmut Atlantique. Das ehemalige Nouveau Stade de Bordeaux befindet sich in der Stadt Bordeaux am atlantischen Ozean. Das Stadion bietet Platz für insgesamt 42.052 Besucher und ist Heimstätte des Traditionsvereines Girondins Bordeaux. Die neu errichtete Sportstätte wurde erst im Mai 2015 fertig gestellt und am 23. Mai 2015 mit der Begegnung zwischen dem Heimverein und HSC Montpellier feierlich eröffnet. Die Kosten für das Nouveau Stade de Bordeaux, das vom Architekturbüro Herzog & de Meuron aus der Schweiz entworfen wurde, beliefen sich nach offiziellen Angaben auf etwa 183 Millionen Euro. Dieses Architekturbüro hatte sich bereits mit der Planung der Allianz Arena in München und des Nationalstadions in Peking einen Namen gemacht, wenn es um den Bau und die Planung von Fußballstadien geht. Der Name des ursprünglich lediglich Nouveau Stade de Bordeaux (dt.: Neues Stadion von Bordeaux) getauften Bauwerks, wurde erst durch den Verkauf der Namensrechte an den Investor, der französischen Versicherungsgesellschaft Matmut, im September 2015 geändert.

Bei einem Abstecher in die Stadt Bordeaux solltest du unbedingt das Grand Théâtre de Bordeaux besichtigen. Dieses klassizistische Bauwerk wurde zwischen 1773 und 1780 errichtet und gilt als das bedeutendste Theater der südwestlichen Region Frankreichs. Zudem beherbergt das Theater die Opéra National de Bordeaux, die Staatsoper. Besonderheit dieses Bauwerks ist die Stützung des kompletten Gebäudes mit Holzrahmen. Diese Bauweise ist mittlerweile aufgrund der Anfälligkeit gegenüber Bränden selten geworden. Das Grand Théâtre ist das älteste in dieser Art gebaute Gebäude weltweit. Um die beeindruckende Oper von innen genießen zu können, solltest Du dich frühzeitig um Karten bemühen, denn es ist immer sehr schnell ausverkauft. 

Weitere Sehenswürdigkeit in Bordeaux:

Stade Geoffroy-Guichard in Saint-Étienne - Top-Sehenswürdigkeit: Parc-Musée de la Mine

Blick auf das Spielfeld und den Innenraum des ältesten Stadions der EM 2016
CC BY-SA 3.0   KevFB - Eigenes Werk Blick auf das Spielfeld und den Innenraum des ältesten Stadions der EM 2016

Das älteste Stadion der Austragungsstätten der Fußball-EM in Frankreich steht in Saint-Étienne, etwa 60 Kilometer südöstlich von Lyon. Das Heimstadion des AS Saint-Étienne fasst 42.000 Besucher, die ausschließlich auf Sitzplätzen untergebracht werden. Das am 13. September 1931 eröffnete Stadion wurde zuletzt für die FIFA Weltmeisterschaft 1998 renoviert und die damals 48.274 Steh- und Sitzplätze auf die jetzige Zahl reduziert. Grund dafür waren erhöhte Sicherheitsauflagen, die von der FIFA gefordert wurden. Das Stadion ist während der regulären Nutzung durch den AS Saint-Étienne nie ausverkauft und der Rekord von bisher 35.352 Zuschauern seit der letzten Renovierung wird wohl erst bei den vier Spielen der Europameisterschaft, die in Saint-Étienne stattfinden, übertroffen werden.

Die mit etwa 172.000 Einwohnern eher kleine Stadt wurde bekannt als Standort für Waffenfabriken und für die Förderung von Steinkohle. Aus diesem Grund ist unser Ausflugstipp auch das Parc-Musée de la Mine, das sich mit der Geschichte des Steinkohleabbaus befasst und sich im östlichen Teil der Stadt Saint-Étienne befindet. Außer montags kannst Du hier täglich Werkzeuge und Hilfsmittel besichtigen, die zum Abtragen der Kohleflöze nötig waren. Die geführte Tour nimmt dich außerdem mit in einen Stollen, der mit Eisenbahnschienen erschlossen ist. Außerhalb des Museums befindet sich zudem eine Parkanlage, wo du vor oder nach deinem Besuch gemütlich schlendern oder spazieren gehen kannst.

Weitere Sehenswürdigkeit in Saint-Étienne:

  • Musée d’art moderne de Saint-Étienne

Stadium Municipal in Toulouse - Top-Sehenswürdigkeit: Basilika Saint Sernin

Das Stadium Municipal steht inmitten der Stadt Toulouse und ist über die Autobahn sehr gut zu erreichen
CC BY 3.0   Caroline Léna Becker - Own work Das Stadium Municipal steht inmitten der Stadt Toulouse und ist über die Autobahn sehr gut zu erreichen

Das Stadium Municipial in Toulouse zählt zu den kleineren Stadien, in denen die Partien der Europameisterschaft 2016 ausgetragen werden. Das Stadion wurde bereits für die Fußballweltmeisterschaft 1938 erbaut und in den Jahren 1949 und 1997 renoviert. Dabei wurde die ursprüngliche Kapazität von 35.472 auf nun 37.000 Sitzplätze aufgestockt. Es dient für die Heimmannschaft des FC Toulouse als Fußball- und für das Team Stade Toulousian als Rugbystadion. Ähnlich wie im Stade Vélodrome ist der Belag des Spielfeldes kein gewöhnlicher Naturrasen, sondern besteht aus einem Hybridrasen. Bei einer zweimonatigen Erneuerung in der Sommerpause der französischen ersten Liga (Ligue 1) im Jahre 2015 wurde zudem eine Videoüberwachungsanlage mit 140 Kameras in und um das Stadion installiert. Außerdem verfügt das Stadion über die GoalControl-Torlinientechnik, bei der 14 Kameras auswerten, ob das Tor gilt oder eben nicht.

In Toulouse findest Du neben dem Stadium Municipal zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die vor allem durch ihre Bauweise mit roten Ziegeln weltweit bekannt wurden. Ein solches Gebäude ist auch unser Ausflugstipp, die Basilika Saint Sernin. Das Wahrzeichen von Toulouse ist eine Symbiose aus einer sogenannten Emporenbasilika und einer Pseudobasilika und wurde auf dem Grab des Heiligen Saturnius zwischen 1077 und 1119 erbaut. Mit einer Länge von 115 Metern und einer Querhaustiefe von 64 Metern ist sie die größte erhaltene romanische Kirche Frankreichs. Genauso wie die Kathedrale von Saint-Denis wurde die Basilika als Monument historique unter Denkmalschutz gestellt. Die letzte Restaurierung fand ab 1845 durch den Architekten und Denkmalpfleger Viollet-le-Duc statt, der nicht die Instandhaltung erzielen wollte, sondern die Vollendung eines harmonisch proportionierten Sakralbaus, der von römischen und griechischen Einflüssen inspiriert ist.

Weitere Sehenswürdigkeit in Toulouse:

Allianz Riviera (Stade de Nice) in Nizza - Top-Sehenswürdigkeit: Musée National Marc Chagall

Auch die Hafenstadt Nizza an der Côte d'Azur ist ein Standort der EM 2016
CC BY-SA 3.0   Martinp1 - Eigenes Werk Auch die Hafenstadt Nizza an der Côte d'Azur ist ein Standort der EM 2016

Das kleinste Stadion mit einer Kapazität von 35.624 Plätzen ist die Allianz Riviera in der an der Côte d'Azur gelegenen Stadt Nizza. Das Stadion, in dem vier Spiele der Europameisterschaft 2016 ausgetragen werden, wurde im Juli 2012 vom Stade de Nice in die Allianz Riviera umbenannt, nachdem sich die Versicherungsgesellschaft Allianz für jährlich 1,8 Millionen Euro die Namensrechte gesichert hatte. Demnach trägt nach der Münchener Allianz Arena bereits das zweite Fußballstadion den Namen der Versicherungsgesellschaft. Der heimische Verein OGC Nizza eröffnete das zwischen 2011 und 2013 erbaute Stadion mit einem 4:0 gegen den FC Valenciennes am 22. September 2013. Die Auslastung der Sportstätte ist leider gering. In der Saison 2012/13, die die OGC Nizza mit dem vierten Tabellenplatz abschloss, lag der Durchschnittsbesuch bei 8.466 zahlenden Zuschauern.

Dafür kann die Stadt Nizza auswärtige Touristen mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten und dem Flair der Côte d'Azur begeistern. Unser Tipp ist das Musée National Marc Chagall, das sich im Stadtzentrum in der Avenue Dr. Ménard befindet. In den Ausstellungen erwartet dich alles, was Du dir in einem Museum nur vorstellen kannst: von Lithographien, Mosaiken und Radierungen über Großbilder bis zu biblischen Themen und vielem mehr. Ein Audioguide, der in sieben verschiedenen Sprachen zu Ausleihe verfügbar ist, leitet dich durch die Ausstellung. Natürlich werden auch Werke des namensgebenden Künstlers Marc Chagall gezeigt, der dem Expressionismus zugeordnet wird. Beim Rundgang solltest Du auch einen Blick in den bleiernen Konzertsaal werfen, der bei Sonnenlicht durch die Glasfronten wunderbar in Szene gesetzt wird. Das Museum wurde 1973 mit der Unterstützung von Marc Chagall errichtet, der einen Ort für die richtige Inszenierung seiner Werke, vor allem derer, die eine biblische Botschaft vermitteln, gesucht hatte.

Weitere Sehensüwrdigkeiten in Nizza:

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