Wanderung Böhmweg Bayerischer Wald: Position auf der Karte

Wanderung Böhmweg

Höhenprofil

Min: 430 m
Max: 936 m
Aufstieg: 1,575 m
Abstieg: 1,266 m
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Über den Autor
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Angebote & Tipps
Allgemeines
Schwierigkeit
Leicht
Strecke: 47.03 km
Gehzeit:4 Tage
StartDeggendorf, Stadtrand (Maxhofen)
ZielBahnhof Bayerisch Eisenstein
Min: 430 m
Max: 936 m
Aufstieg: 1,575 m
Abstieg: 1,266 m

Wegbeschaffenheit

Asphalt
Feldweg
Waldweg
Wanderpfad

Wissenswertes

  • Auf der Wanderung überwindest du 1575 steigende Höhenmeter. Der höchste Punkt der Wanderung befindet sich auf 936 m.
  • Auf dieser leichten Wanderung legst du über 47 km zurück. Die Wanderung ist damit eher lang. Im Moment beträgt die durchschnittliche Länge der auf TouriSpo eingetragenen Wanderungen in Bayern ca. 46 km.
  • Wer mit Kindern unterwegs ist, für den ist diese Wanderung goldrichtig.
  • Festes Schuhwerk ist ein Muss auf dieser Wanderung. Für das leibliche Wohl sorgen Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke.

Routenbeschreibung

Burgruine Weißenstein
CC BY-SA 3.0   © Kurpfalzbilder.de Burgruine Weißenstein

Der knapp 50 Kilometer lange Böhmweg, ein jahrhundertealter Verbindungsweg der Donau mit Böhmen, war lange Zeit einer der bedeutendsten Handelswege im Bayerischen Wald. Heute hat er sich als beliebte Wanderroute etabliert.

Aufgrund der teils größeren Höhenunterschiede wird empfohlen, den Wanderweg auf vier Tage aufzuteilen. Dadurch ergeben sich relativ kurze Tagesetappen auf meist gut begehbaren, breiten Wegen. Deshalb eignet sich der Böhmweg sehr gut für einen Familienkurzurlaub. Zudem bietet sich so die Gelegenheit, die verschiedenen Etappenziele genauer anzusehen und die Wanderung mit lokalen Sehenswürdigkeiten zu kombinieren.  

Auf den verschiedenen Wanderabschnitten kommst du häufig an Waldlichtungen und schöne Wiesen vorbei, die sich hervorragend für ein Picknick eignen. Doch auch zahlreiche familiäre Gaststätten und Pensionen liegen auf dem Weg und laden dich auf eine wohlverdiente Rast ein.  

Tag 1: Deggendorf – Bischofsmais (17 Kilometer)

In Deggendorf angekommen wird dir empfohlen zunächst mit dem Linienbus vom Bahnhof oder Stadtplatz bis nach Maxhofen zu fahren (Fahrtzeit ca. zehn Minuten), um von dort die Wanderung zu starten. Gleich gegenüber der Bushaltestelle beginnt der erste Abschnitt des abwechslungsreichen Wanderwegs. Dieser führt dich raus aus der Donauebene über meist steile und steinige Waldwege bis in den Bayerischen Wald, genauer gesagt zur Josephsbuche (480 Höhenmeter). Auf dem mühsamen Weg nach oben kommst du unter anderem an der schönen Wallfahrtskirche in Greising vorbei und wirst an vielen Stellen mit tollen Ausblicken auf die Donauebene belohnt. Oben angelangt, geht es dann durch weite Waldlandschaften wieder bergab Richtung Bichschofsmais bis zur Wallfahrtskirche in Sankt Hermann. Dort hast du dann die Möglichkeit geradeaus vorbei an der Kirche direkt in den Ortskern von Bischofmais zu wandern, oder auf einem Feldweg am nordwestlichen Ortsrand entlang der historischen Trassen zu gehen.

Tag 2: Bischofsmais – Weißenstein (7 Kilometer)

Da für den zweiten Tag eine relativ kurze Wanderung vorgesehen ist, kannst du den Tag ganz entspannt nach einem ausreichenden Frühstück angehen. Von Bischofsmais aus wanderst du auf Wiesen-und Waldwegen hinunter zum Fahrnbach und von dort weiter in die gleichnamige Ortschaft. Nach dem Bergdorf folgst du dem Wanderweg weiter hinunter in das Tal der Schlossauer Ohe. Hier folgt dann ein relativ steiler Aufstieg (ca. 180 Höhenmeter) vorbei an Hecken und Einsiedlerhöfen in die Ortschaft Weißenstein bis zur eindrucksvollen Burgruine Weißenstein. Vom Burgturm aus kannst du eine herrliche Aussicht auf das Gebirge des Bayerischen Waldes genießen. Das Tagesetappenziel hast du hier bereits geschafft, weshalb du noch die Möglichkeit nutzen solltest dir die Umgebung etwas genauer anzusehen. Neben einem sehenswerten Abstecher zum Gläsernen Wald, der sich direkt neben der Burgruine befindet, gibt es noch weitere mögliche Aktivitäten: Von einem Besuch in die ca. drei Kilometer entfernte Stadt Regen über Spaziergänge durch das Naturschutzgebiet am Pfahl bis zu einem Besuch des Museums im „Fressenden Haus“, ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Tag 3: Weißenstein – Zwiesel (12 Kilometer)

Von Weißenstein aus geht es am dritten Tag auf Schotterwegen und kleineren Landstraßen über Poschetsried und das Tal der Rinchnacher Ohe weiter nach Rinchnachmündt und Schweinshütt. Von der kleinen Ortschaft mit ihrem markanten Kirchturm führt dich der Weg weiter bis in die Glasstadt Zwiesel. Wenn du dem Asphalt schmale Wanderpfade vorziehst, kannst du alternativ über die Kreisstadt Regen entlang des Flusses und durch das schöne Regental bis nach Zwiesel wandern. Da dieser Wanderabschnitt kaum Steigungen beinhaltet, erreichst du das heutige Etappenziel in der Regel bereits relativ früh und hast somit die Möglichkeit Zwiesel und seine kulturellen Highlights zu besichtigen.  Die katholische Stadtpfarrkirche und auch das neu renovierte Waldmuseum, das sich direkt nebenan befindet, sind in jedem Fall einen Besuch wert. Wenn du etwas mehr über die für den Bayerischen Wald bedeutende Glasproduktion erfahren möchtest, solltest du das Glasmuseum Theresienthal, oder eine der Glashütten besuchen.

Tag 4: Zwiesel – Bayerisch Eisenstein (16 Kilometer)

Ein konstantes Auf und Ab kennzeichnet heute die letzte Etappe der Wanderung.

Von Zwiesel und dem Glaspark Theresienthal geht es zunächst weiter in den Ort Glashäuser und von dort über einen steinigen Waldweg weiter Richtung Ludwigsthal. Der Böhmweg führt dich entlang einer Bahntrasse am Ort vorbei nach Zwieslerwaldhaus, wo du die älteste Gaststätte des Bayerischen Wald besuchen kannst. Von hier aus ist es nur noch ein kurzer Weg bis zur bayerisch-böhmischen Grenze und dem kleinen Übergang bei Ferdinandsthal.

Hinweis Grenzübertritt: Der Übergang ist vom 1.4. – 30.9. von 6-22 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten lediglich von 8-18 Uhr.

Schöne Waldwege führen dich durch den Nationalpark Šumava bis nach Böhmisch Eisenstein, von wo es nur noch ein kurzer Fußweg bis zum Bahnhof in Bayerisch Eisenstein ist. In dem imposanten Bahnhofsgebäude endet schließlich die Wandertour.

Für Kinder geeignet
Festes Schuhwerk notwendig
Übernachtungsmöglichkeit vorhanden
Einkehr vorhanden

Einkehr

Einkehrmöglichkeiten:

  • Greisinger Hof: Im abgelegenen Restaurant und Café kannst du dich bereits wenige Kilometer nach Start der Wanderung mit einem Stück hausgemachtem Kuchen stärken. Familie Kiefl, die den Gasthof betreibt, bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten an. (Greising 30, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991/21764)
  • Ritterschänke zur Weißensteiner Alm: Das gemütliche Restaurant bietet neben mittelalterlichem Charme eine gut bürgerliche, abwechslungsreiche Küche. Besonders Fleischliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, doch auch die Auswahl an vegetarischen Gerichten kann sich sehen lassen. (Weißenstein 121, 94209 Regen, Tel.: 09921 9718768)
  • Gasthaus zum Wurzelsepp: Im ehemaligen Schulhaus befindet sich heute der traditionelle Gasthof. Bei schönem Wetter kannst du die regionale Küche im Biergarten oder auf der Sonnenterasse genießen. (Eisensteinerstraße 27 94227 Lindberg/ Ludwigsthal Tel.: 0 9922/ 6275)
  • Zwieseler Waldhaus: Kurz vor der Grenzüberquerung lohnt sich eine Rast im ältesten Wirtshaus des Bayerischen Waldes. Die Schutz- und Einkehrhütte entstand bereits 1764 und etablierte sich früh als wichtiger Haltepunkt für Wanderer und Reisende auf ihrem Weg nach Böhmen. (Zwieslerwaldhaus 28/30 94227 Lindberg bei Zwiesel Tel.: 09925/902020)

- Gasthaus Stückl (Schleicherstraße 1, Ludwigsthal, Tel. 09922/3430)

- Dorfgasthaus – Pension Bärnloch (Zwieselerwaldhaus 34, 94227 Lindberg, Tel.: 09925/514)

- Mehrere Cafés und Gasthöfe in Zwiesel und Lindberg

 

Übernachtungsmöglichkeiten:

  • Gasthaus zur alten Post: In der zentral gelegene Pension in Bischofsmais kannst du in einem der Gästezimmer, oder aber in einer 100qm großen Ferienwohnung übernachten. Highlight ist die hauseigene Saunalandschaft, in der du nach dem ersten Wandertag gut entspannen kannst. (Dorfstraße 2, 94253 Bischofsmais, Tel.: 08820/94020)
  • Berggasthof Geiss: Der gemütliche Familienbetrieb in dem kleinen Bergdorf Greising bietet eine schöne Aussicht auf die Donauebene und die Alpen. Neben einem gut bürgerlichen Gasthof kannst du hier auch eine Ferienwohnung oder eines der Gästezimmer mieten. (Greising 52, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 21218)
  • Familienbauernhof Killinger: Der familienfreundliche Bauernhof bietet Ferienwohnungen verschiedener Größe für bis 2-4 Personen mit eigenem Bad, Sat-TV und Balkon oder Terrasse an. Auf dem Anwesen befindet sich außerdem eine große Spielterrasse sowie ein Grillplatz. (Zwieselberg 90, 94227 Zwiesel, Tel.: 09922 /1017)
  • Waldgasthof / Pension Greipl: Zwischen Zwiesel und der Kreisstadt Regen, kannst du dich im familiär geführten Gasthof am Ende der dritten Etappe in Ruhe entspannen. Zur Verfügung stehen neun Gästezimmer, die alle mit eigenem Badezimmer, Sat-TV, Wlan und teils Balkonen ausgestattet sind. Im gemütlichen Biergarten lässt sich der Tag optimal ausklingen und am üppigen Frühstücksbuffet am nächsten Morgen für die letzte Etappe stärken. (Lüßweg 2, 94209 Regen/Dreieck
, Tel.: 09922/1517)

 

- Burggasthof Weißenstein (Weißenstein 32, 94209 Regen, Tel. 09921/9716175) 

-  Hotel-Gutshof-Pension Falter (Poschetsried 50 94209 Regen Tel.: 09921/ 88030)

- Hotel Ahornhof ( Lehen 35a, 94227 Lindberg, Tel.: 09922/8530, www.sporthotel-ahornhof.de)

- Waldhotel Naturpark (Zwieselerwaldhaus 42, 94227 Lindberg, Tel: 09925/94110)

Highlights der Tour

  • Wallfahrts- und Expositurkirche in Greising
  • Wallfahrtskirche in Sankt Herrmann und Bischofsmais
  • Die Burgruine Weißenstein zählt heute noch zu den bedeutendsten Burganlagen in Ostbayern. Auf rund 750 Höhenmetern wurde die Burg bereits um 1100 auf einem Quarzfelsen des Pfahls erbaut, heute sind jedoch nur noch wenige Gebäude wie der Burgturm erhalten. (Öffnungszeiten: Di-Do 10-16.30, Fr-So: 10-17.30, Eintritt: 1,- ; Tel: 09921/60449)
  • Museum im fressenden Haus: Das Haus, dessen Name auf seine frühere Funktion als Getreidekasten der Burgruine Weißenfels zurückzuführen ist, wurde bis in die 70er Jahre vom bekannten Dichter Siegried von Vegesack bewohnt und beinhaltet im Obergeschoss die größte private Schnupftabak-Sammlung der Welt. Auch archäologische Fundstücke oder Ausstellungen gibt es zu bewundern. (Weißenstein, 94209 Regen, Tel.: 09921/5106)
  • Waldmuseum Zwiesel: In dem 2014 neu eröffneten Museum oberhalb der Stadtpfarrkirche machst du als Besucher eine Reise durch die Geschichte des Bayerischen Waldes als Lebensraum für Mensch und Tier. (Öffnungszeiten: täglich, außer Dienstag, 10-17 Uhr, Winter nur bis 16 Uhr; Kirchplatz 3, 94227 Zwiesel)
  • Glasmuseum Theresienthal

Varianten

Tag 4: Wenn du deinen Ausweis vergessen haben solltest oder direkt auf deutscher Seite nach Bayerisch Eisenstein gehen willst, gelangst du von Zwieselerwaldhaus über den Fernwanderweg E6 durch ein Naturschutzgebiet an dein Ziel. Auf dieser Strecke musst du jedoch 150 Höhenmeter überwinden.

Anfahrt zum Startpunkt

Mit dem Auto:

Von der A3 kommend nimmst du beim Kreuz Deggendorf die Ausfahrt Deggendorf-Mitte und folgst der B11/E53 bis ins Zentrum. Nach knapp fünf Minuten beim Stadtpark biegst du links in die Stadtfeldstraße ein, welche dich direkt zum Bahnhof bringt, von wo aus du die Wanderung starten kannst.

Mit ÖPNV:

Um die Parkgebühren für die vier Wandertage zu umgehen, bietet es sich an mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Deggendorf zu fahren. Die Waldbahn verkehrt stündlich zwischen Plattling, Deggendorf und Bayerisch Eisenstein. In Plattling befindet sich ein Eisenbahnknotenpunkt der großen Eisenbahnlinien. Vom Bahnhof in Deggendorf kannst du dann direkt die Wanderung starten.

Kontakt

Bayerischer Wald - Tourismusverband Ostbayern e.V.
Im Gewerbepark D02
93059
Regensburg
Anfrage senden
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0941/58539-0
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