Wanderung Fernwanderweg E5: Braunschweiger Hütte - Pitztaler Jöchl - Vent - Martin-Busch-Hütte im Pitztal: Position auf der Karte

Wanderung Fernwanderweg E5: Braunschweiger Hütte - Pitztaler Jöchl - Vent - Martin-Busch-Hütte

Vent, Sölden

Höhenprofil

Min: 1,894 m
Max: 2,995 m
Aufstieg: 1,565 m
Abstieg: 1,694 m
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Über den Autor
aktualisiert am 2 Nov 2017
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Angebote & Tipps
Allgemeines
Schwierigkeit
Mittel
Strecke: 30.62 km
Gehzeit:9 Std
StartBraunschweiger Hütte
ZielMartin-Busch-Hütte
Min: 1,894 m
Max: 2,995 m
Aufstieg: 1,565 m
Abstieg: 1,694 m

Beste Jahreszeit

Wegbeschaffenheit

Asphalt
Wanderpfad
Ausgesetzte Stellen

Wissenswertes

  • Mit einer Seehöhe zwischen 1,894 m und 2,995 m gehört die Wanderung zu den 10 höchstgelegenen in Österreich. Auf der Wanderung überwindest du 1565 steigende Höhenmeter.
  • Mit 31 km gehört die Wanderung zu den 10 längsten Wanderungen in Tirol.
  • Bitte achte darauf, dass du festes Schuhwerk für diese Wanderung anziehst. Getränke und Essen bekommst du bei einer Einkehrmöglichkeit entlang der Wanderung.

Routenbeschreibung

Auf dem tollen Abstieg können von weiter Ferne die ersten Häuser von Vent gesichtet werden
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Auf dem tollen Abstieg können von weiter Ferne die ersten Häuser von Vent gesichtet werden

Start der heutigen Etappe des E5 Fernwanderweg Klassikers von Oberstdorf nach Meran ist die Braunschweiger Hütte, die tags zuvor von Zams aus erreicht wurde (zur Etappe Zams - Braunschweiger Hütte).

Am heutigen Tag erwartet alle Wanderfreunde der kurze Aufstieg zum Pitztaler Jöchl und dann über den Rettenbachgletscher (auch Rettenbachferner genannt) der langgezogene Abstieg über den Weißkarsee nach Vent und darauf wiederum der Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte auf 2501 Meter, wo das Nachtlager aufgeschlagen wird.

Von der Braunschweiger Hütte über das Pitztaler Jöchl zum Rettenbachgletscher

Gleich zu Beginn stellt sich die Frage, ob das erste Ziel, das Restaurant Rettenbachgletscher, über das anspruchsvolle, aber landschaftlich tolle Pitztaler Jöchl oder über das Rettenbachjoch erreicht werden soll. Für alle, die schon von vorherigen Etappen etwas mitgenommen sind, empfiehlt es sich über das Rettenbachjoch auszuweichen. Die heutige Etappe zieht sich und zerrt an den noch verbliebenen Kräften. 

Zum ersten Mal auf dem bisherigen E5 Klassiker verspricht diese Etappe sicher eines: Schnee! Über einige steinige, ausgesetzte Stellen geht es hoch auf knapp 3000 Meter, wo du auf jeden Fall bei nebelfreier Sicht das Panorama genießen solltest, bevor es wieder über den Schnee etwas bergab zu den Liftanlagen des Söldener Skigebiets geht. Vorbei an einer kleinen Kapelle geht es mittlerweile auf asphaltierter Straße hinunter zum Restaurant. Nach bisher einer guten Stunde Wanderung kann hier gefrühstückt werden oder der Schnee abgeputzt werden, bevor es mit dem Bus durch den Rosi-Mittermeier-Tunnel - Europas höchstgelegenem Autotunnel - zum Parkplatz am Tiefenbachgletscher (Tiefenbachferner) geht. Diese Busfahrt dauert etwa 10 Minuten und bietet außer der Sicht auf Skilifte und Asphalt keine weiteren Höhepunkte.

Der Abstieg vom Tiefenbachferner nach Vent

Den tristen Eindruck, den der Asphalt auf einen gemacht hat, kannst du nun endlich wieder hinter dir lassen. Auf fast ebenen Wegen geht es langsam an der Bergseite weiter. Beachtet werden sollten die gelben "E5-Schilder". Weiße Schilder mit der Beschriftung Panorama-Gletscherweg können getrost ignoriert werden. Wir folgen dem Venter Panoramaweg, der teilweise auf dem Ötztaler Urweg, als auch der Via Alpina verläuft. Aus diesem Grund triffst du immer wieder auf Radfahrer, die teils ihr Rad tragend, teils fahrend für Stau bzw. zur gebotenen Vorsicht veranlassen. 

Nach gut einer Stunde leichtem Auf und Ab wird der Weißkarsee erreicht, an dem spätestens eine kurze Rast eingelegt werden sollte. Dazu laden auch die Wiesen und Rastmöglichkeiten ein, die bisher den Weg säumten. Diese Gelegenheit sollte auch zu einem ausgiebigen Rundblick auf das Tal und die umgebenden Gebirgszüge - zum Beispiel die Stubaier Alpen im Nordosten - genutzt werden.

Nach einem kurzen Gegenanstieg eröffnet sich auch der Blick auf das Venter Tal mit der Kreuzspitze (3455 Meter) im Süden, den Ramolkogel (3549 Meter) im Südosten und den Similaun mit seinem Marzellferner (3606 Meter) auch im Süden. 

Weiter an satten Wiesen geht es immer leicht bergab, vorbei an einer Wetterstation (guter Rastplatz) bis endlich die ersten Häuser von Vent im Tal sichtbar werden. Nach jetzt knapp drei Stunden seit dem Busausstieg beim Tiefenbachferner hat der Wanderer zwei Möglichkeiten das Dorf zu erreichen. Entweder folgst du dem breiten Fahrweg oder den direkteren Wanderpfad, der nur zwischen den Serpentinen des ausgebauten Feldweges verläuft. Je nach Kondition und Lust hat hier jeder die freie Wahl. Wandergruppen mit älteren Leuten an Bord wählen hier den bequemeren Fahrweg. Zeitlich lassen sich auch auf den Wanderpfaden keine größeren Vorsprünge gewinnen. 

Eine gute halbe Stunde dauert dieser letzte Abschnitt des Abstiegs. Hast du in der Martin-Busch-Hütte nicht vorreserviert und ist der Tag schon weit fortgeschritten, sollte die Überlegung einer Übernachtung in Vent angestrengt werden. Die letzte Etappe von der Martin-Busch-Hütte nach Vernagt, kann problemlos von Vent aus geschafft werden. 

Der Aufstieg von Vent zur Martin-Busch-Hütte

Reichen die Kräfte noch aus, folgt nun der Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte, die je nach Geschwindigkeit zwischen eineinhalb und zweieinhalb Stunden dauert. Das Dorf Vent wird einmal längs durchquert und einige Meter nach der Brücke rechterhand über den Spiegelbachweg wieder verlassen. Schilder weisen gut ersichtlich den Weg zur Hütte und variieren teils deutlich bei der Zeit. Eine breite Holzbrücke weist nun den Weg zum Ochsenkopflift weiter zur Alm Niedertal und weiter an zwei verlassenen Schäferhütten. Auf einem Feldweg mit einer leichten Steigung und ohne nennenswerte Höhepunkte erreicht man die Martin-Busch-Hütte, die nicht nur mit einer tollen Sonnenterrasse und Köstlichkeiten als auch mit seinem freundlichen Service voll überzeugen kann. Am nächsten Morgen geht es nun weiter zum letzten Teilstück des Fernwanderweg E5-Klassikers von der Martin-Busch-Hütte zum Stausee in Vernagt und von dort aus mit dem Bus nach Meran.

Festes Schuhwerk notwendig
Übernachtungsmöglichkeit vorhanden
Einkehr vorhanden

Einkehr

Die tolle Sonnenterrasse der Martin-Busch-Hütte kann nicht genug gewürdigt werden
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Die tolle Sonnenterrasse der Martin-Busch-Hütte kann nicht genug gewürdigt werden

Auf dieser Etappe gibt es Dutzend Einkehrmöglichkeiten. Die erste nach gut zwei Stunden Wanderzeit im Restaurant Rettenbacher Gletscher, welches aber eher ein Selbstbedienungsrestaurant für Skifahrer ist, das im Sommer aber auch für Wanderer geöffnet hat. 

Erreicht man das Dorf Vent gibt es alles, was der Gaumen will. Vom italienisch angehauchten Hotelrestaurant bis zum 3-Gänge-Menü im Hotel zur Post. Sogar eine Schirmbar hat mitten im Dorf für Wanderer und Gäste geöffnet.

Die letzte Station um Essen zu fassen und dann auch zu übernachten ist die Martin-Busch-Hütte, die den gewohnten DAV-Standard (DAV Sektion Berlin) bietet und dazu noch einen netten Service durch gut aufgelegtes Personal und einen tollen Panoramablick von der Terasse auf die Kreuzspitze, die auf Wunsch in 3 Stunden geführt bestiegen werden kann. Die Hütte ist von Anfang März bis Ende September geöffnet. Solltest du vorhaben in der Nähe des Start- bzw. Enddatums hinzugehen, empfiehlt sich sicherheitshalber ein kurzer Anruf (siehe Kontakt unten).

Video

Bike & Hike // Vent -... | 05:34

Highlights der Tour

Mit Schneesicherheit glänzt der Rettenbacher Gletscher auf knapp 3000m Höhe
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Mit Schneesicherheit glänzt der Rettenbacher Gletscher auf knapp 3000m Höhe

Der Panoramaweg Vent bietet tolle Blicke auf die umliegenden Berge wie die Kreuzspitze oder den Similaun. Die Sonnenterasse der Martin-Busch-Hütte bleibt auf jeden Fall auch im Gedächtnis. Aus diesem Grund sollte sich auch am Folgetag Zeit gelassen werden um den Sonnenaufgang und die Sonne noch ausgiebig zu genießen. Die letzte Etappe runter nach Vernagt kann in wenigen Stunden geschafft werden, womit ein Start am Vormittag völlig ausreicht.

Benötigte Ausrüstung

Warme, wetterfeste Kleidung sind hier Pflicht um nicht allein im Schnee zu stehen!
© TouriSpo GmbH, Ben Ammer Warme, wetterfeste Kleidung sind hier Pflicht um nicht allein im Schnee zu stehen!

Für die Überquerung des Pitztaler Jöchls, aber auch der Abstieg über Schnee zu den Liften des Skigebiet Sölden sollte richtig festes Schuhwerk und auf jeden Fall Wanderstöcke gewählt werden. Wetterfeste Kleidung und einen wasserfesten Regenschutz für den Rucksack finden nur aus Gründen der Vollständigkeit hier eine Erwähnung.

Anfahrt zum Startpunkt

Wie man von Zams aus zur Braunschweiger Hütte gelangt, kann im Eintrag der Wanderung von Zams zur Braunschweiger Hütte nachgelesen werden.

Kontakt

Martin-Busch-Hütte, Hotel Vent, Fam. Scheiber
Hotel Vent
A–6458
Vent
Anfrage senden
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Tel.:00 43 / 52 54 / 81 30
Fax:00 43 / 52 54 / 81 30 50
Angebote & Tipps

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