Ausflugsziel Römerstadt Aguntum in Osttirol: Position auf der Karte

Römerstadt Aguntum

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Erlebe den Sommer in Osttirol!

Zwischen den malerischen Gipfeln der Lienzer Dolomiten und den majestätischen Felsen der Hohen Tauern liegt ein Wanderparadies der Extraklasse. In Osttirol erwarten die Gäste urige Hütten und bewirtschaftete Almen im Nationalpark Hohe Tauern. Herzliche Gastgeber machen den Urlaub unvergessen.

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aktualisiert am Sep 17, 2018
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Beschreibung

Im Museum werden Funde aus Aguntum gezeigt
© Verein Curatorium pro Agunto Im Museum werden Funde aus Aguntum gezeigt

Weit zurück in die Geschichte Osttirols reist du bei einem Besuch in Aguntum, der einzigen Römerstadt Tirols. Das Museum sowie das Grabungsgelände bieten spannende Einblicke, wie die Menschen vor tausenden von Jahren im Lienzer Talboden gelebt haben.

Das Museum: die Schätze von Aguntum

Die Ausstellung des Museums erstreckt sich auf einer Fläche von 1.200 m². Sie zeigt Funde aus Aguntum sowie der umliegenden Region und informiert über den Alltag in dem bedeutenden Handelszentrum. So kannst du an lebensgroßen Puppen die Kleidung der Römer im Detail bewundern oder in der nachgebauten Küche erfahren, wie damals gekocht wurde. Zu den zahlreichen Artefakten zählen darüberhinaus Reliefs, Werkzeug, Schmuck oder auch Lampen.

Abgesehen von den Funden bietet die Ausstellung zwei Infopoints, wo du auf Touchscreens Fotos und Filme ansehen kannst. Für die kleinen Besucher gibt es hier auch Spiele. Ein Highlight ist ein 14-minütiger Film mit 3D-Rekonstruktionen, wie die Stadt damals ausgesehen haben könnte. Mittelpunkt des Museums ist aber im Südteil des Gebäudes das große Marmorbecken, das sich früher im Garten des Atriums befunden hat. Es misst imposante 16 auf 14,5 Meter. Mit den Wandbemalungen um das Becken herum, die Bäume und Vögel zeigen und Zeichnungen aus Pompeji nachempfunden sind, fühlst du dich wie im antiken Aguntum!

Die Grabungsstätte: Auf den Spuren der Römer wandeln

Die Funde, die du im Museum ansehen kannst, stammen von der Ausgrabungsstätte, die sich auf der anderen Seite der Drautalstraße befindet. Auf 30.000 m² legen Archäologen hier immer noch weitere Gebäude der Stadt frei – erst ein Drittel des Zentrums ist überhaupt ausgegraben! Tafeln informieren an den einzelnen Gebäuden über ihren früheren Zweck und zeigen, wie sie ausgesehen haben. Zudem ist die Stätte als Landschaftspark angelegt. Die unterschiedliche Bepflanzung markiert dabei die verschiedenen Viertel und lässt dich die Stadt auf eine ganz neue Art erleben.

Nicht zu übersehen ist in Aguntum das Atriumhaus, das von einem Schutzbau überdacht ist. Die prachtvolle Villa eines reichen Bürgers der Stadt misst stolze 6.000 m² und wurde über die Jahrhunderte mehrmals umgebaut. Was das Atriumhaus so besonders macht, ist seine Lage. Zuvor wurde nie so weit im Norden ein solches Gebäude gefunden, denn die offenen Gänge waren vor allem für den Süden mit seinen warmen Temperaturen gedacht.

Einzigartig ist auch das Macellum, weil es sich um einen Rundbau handelt und bisher nur fünf in dieser Bauart im europäischen Teil des römischen Reichs entdeckt wurden. Im ältesten Einkaufszentrum Österreichs wurde in der Antike Fleisch und Fisch verkauft. Den besonderen Reichtum Aguntums verdeutlicht die große Therme. Hier befindet sich auch ein 18 Meter hoher Aussichtsturm. Von oben hast du einen tollen Blick auf die Ruinen, darunter auch die 2,45 Meter dicke Stadtmauer und das Handwerkerviertel.

Ein besonderes Highlight sind die Schaugrabungen, die regelmäßig veranstaltet werden. Das Ausgrabungsteam stellt dabei die Ergebnisse und Funde der Arbeiten vor. Die genauen Termine findest du auf der Internetseite des Museums.

Magazinartikel

Entstehung und Geschichte

2003 wurde das Museum neu gebaut
© Verein Curatorium pro Agunto 2003 wurde das Museum neu gebaut

Bevor Aguntum im 1. Jahrhundert nach Christus zum Municipium, also einer Stadt, erklärt wurde, siedelte hier das norische Volk der Laiancer. Als die Römer das Alpenland eroberten, erlebte die Stadt einen großen Aufschwung. An der Via Julia Augusta gelegen, die bis nach Innsbruck führte, wurde sie zu einem wichtigen Handelsplatz. Die vielen repräsentativen Gebäude und die gefunden Alltagsgegenstände beweisen den Reichtum Aguntums. Ab dem 3. Jahrhundert zog sich die Bevölkerung jedoch immer mehr ins höher gelegene Lavant zurück, da die Stadt im Talboden schwieriger zu verteidigen war. Bewohnt war die Stadt bis ins 5. Jahrhundert, wie der Fund einer frühchristlichen Kirche zeigt.

Seit 1912 finden in Aguntum Ausgrabungen statt, die seit 1991 vom Institut für Archäologie der Universität Innsbruck geleitet werden. Im Moment konzentrieren sie sich auf das Forum. Das Museum wurde zwischen 2003 und 2005 errichtet.

Anfahrt

Mit dem Auto

Aguntum liegt nur wenige Kilometer östlich von Lienz an der B100. Die Ausgrabung ist von der Bundesstraße aus nicht zu übersehen.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Bahnhof Peggetz befindet sich vier Kilometer vom Museum entfernt. Von hier kannst du den Bus 4404, 4406 oder 5002 bis zur Haltestelle Debant Aguntstraße nehmen. Nach einem Fußweg von 400 Metern erreichst du das Museum.

Video

Aguntum - Lienz (Osttirol Austria) -... | 09:54

Kontakt

Verein Curatorium pro Agunto
Stribach 97
9991
Dölsach
Anfrage senden
%61%67%75%6e%74%75%6d%40%61%6f%6e%2e%61%74
Tel.:+43 4852 61550
Fax:+43 4852 61550-5
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