Wanderung Watzmann Überschreitung im Berchtesgadener Land: Position auf der Karte

Wanderung Watzmann Überschreitung

Watzmann Überschreitung

Höhenprofil

Min: 2113 ft
Max: 8504 ft
Aufstieg: 6581 ft
Abstieg: 4101 ft
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Über den Autor
aktualisiert am May 24, 2019
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Angebote & Tipps
Allgemeines
Schwierigkeit
Schwer
Strecke: 14.19 miles
Gehzeit:2 Tage
Rundweg
StartWanderparkplatz Wimbachbrücke in Ramsau
Min: 2113 ft
Max: 8504 ft
Aufstieg: 6581 ft
Abstieg: 4101 ft

Wegbeschaffenheit

Waldweg
Wanderpfad
Ausgesetzte Stellen

Wissenswertes

  • Mit einer Seehöhe zwischen 2113 ft und 8504 ft ist die Wanderung die höchstgelegene in Deutschland. Auf der Wanderung überwindest du 2006 steigende Höhenmeter. Das ist ganz schön viel. Du solltest einigermaßen fit sein, um diese Wanderung zu machen. Damit gehört die Wanderung zu den 10 Touren in Bayern auf denen du die meisten Höhenmeter überwindest.
  • Auf dieser schweren Wanderung legst du über 14 miles zurück. Die Wanderung ist damit eher lang. Die durchschnittliche Länge der Wanderungen in Bayern liegt bei etwa 28 miles.
  • Bitte achte darauf, dass du festes Schuhwerk für diese Wanderung anziehst. Getränke und Essen bekommst du bei einer Einkehrmöglichkeit entlang der Wanderung.

Routenbeschreibung

Der Grat zwischen Hocheck und Südgipfel erstreckt sich auf 3km Länge
Der Grat zwischen Hocheck und Südgipfel erstreckt sich auf 3km Länge

Die Watzmann Überschreitung gehört zu einer der spektakulärsten Gipfelüberschreitungen in den Ostalpen. Allerdings brauchst Du sehr gute Kondition und auch Klettersteigausrüstung (oder zumindest Karabinersicherungen), um Dich am Grat am Stahlseil zu sichern. Der Watzmann bildet mit 2713m Höhe das zweithöchste Gebirgsmassiv in Deutschland. Das Besondere am Watzmann ist der ca. 3km lange Grat über die drei Gipfel des Massivs (Hocheck 2651m – Mittelspitze 2713m – Südspitze 2712m)

 

Tag 1: Aufstieg zur Biwakhütte am Hocheck (2651m) oder zum Watzmannhaus (1930m)

Das Ziel der ersten Tagesetappe ist die Alpenvereinshütte Watzmannhaus auf 1930m Höhe. Du musst für die Übernachtung aber unbedingt vorab reservieren. Mehr Infos zur Reservierung gibt’s unter http://www.davplus.de/watzmannhaus. Wer es noch sportlicher mag, überwindet am ersten Tag gleich über 2000 Höhenmeter und steigt bis zur Biwakhütte am Hocheck auf. Du solltest aber zeitig am Gipfel sein, da die Plätze in der Hütte begrenzt sind. Der Aufstieg ist auch nur bei sehr gutem Wetter anzuraten. Wenn die Hütte voll ist, muss man nämlich eventuell im freien übernachten können.

Wegbeschreibung:

Vom Wanderparkplatz Wimbachbrücke folgst Du den Schildern zum Watzmannhaus am Wanderweg 441. Der Weg steigt gleich zu Beginn relativ steil durch dichte Wälder an. Du kommst aber immer wieder an Stellen mit schönem Ausblick auf die Berchtesgadener Alpen vorbei. Der Weg führt zur Stuben-Alm und weiter zur Mitterkaser Alm. Ab hier wird der Weg zum schmalen Steig, der Wald wird immer lichter und steil über Dir kannst Du schon das Hocheck und darunter das Watzmannhaus erkennen. Das Watzmannhaus solltest Du nach ca. 3,5 Stunden erreichen. Hier lohnt es sich auf alle Fälle Rast zu machen. Wir haben uns entschieden noch am ersten Tag bis zur Biwakhütte am Hocheck aufzusteigen. Du brauchst dafür nur durch die Senke hinter dem Watzmannhaus den Makierungen zum Hochkar folgen. Bis zur Biwakhütte am Gipfel musst Du ab dem Watzmannhaus nochmals ca. 2 Stunden einplanen. Der Weg zum Gipfel wird steiler und erfordert auf den letzten Felspassagen schon etwas Trittsicherheit. Erste Versicherungen findest Du kurz unterhalb des Gipfels am sog. Hochecksteig (Schwierigkeit A). Am Gipfel eröffnen sich traumhafte Fernblicke vom Chiemsee im Norden bis zum Großglockner im Süden.

 

Tag 2: Gipfelüberschreitung – Abstieg über Südspitze – Rückweg durch das Wimbachgries

Hocheck – Mittelspitze (30 Minuten)

Wenn Du im Watzmannhaus übernachtet hast, solltest Du schon sehr früh zum Hocheck starten. Wer, wie wir bereits am ersten Tag zum Hocheck aufgestiegen ist, der kann ein wenig länger schlafen :-). Direkt am Hocheck erfolgt der Einstieg in den Zackengrat (Klettersteig – Schwierigkeit A/B). Hier solltest Du Helm und Klettersteigset unbedingt anziehen. Über leichte Kletterei (A und kurze B-Passagen) erreichst Du die Mittelspitze und den mit 2713m höchsten Punkt der Überschreitung. Auf dem 3km langen Grat bietet sich Richtung Osten ein wunderschöner Blick auf den Königssee und das Kirchlein St. Bartholomä. Im Westen siehst Du ins Wimbachgries hinunter und auf den mächtigen Hochkalter (2607m).

Mittelspitze - Südspitze (1,5 - 2 Stunden)

Auf luftigem Grat geht es zunächst immer drahtseilversichert bergab in südwestlicher Richtung. Im Osten siehst Du nun die berühmte Watzmann-Ostwand in der sich orange auch das Biwak zeigt von dem die Profikletterer die Ostwand durchsteigen. Am Grat geht es meist drahtseilversichert mit leichter Kletterei (Schwierigkeit A/B) und einigen ungesicherten Passagen weiter zur Südspitze von der aus Du einen schönen Blick auf die Feslwelten der Loferer Steinberge hast.

Abstieg zur Wimbachgrieshütte (3 Stunden)

Der Abstieg von der Südspitze ist der anspruchsvollste Teil der Gipfelüberschreitung. Kleinere Steinschläge durch nachfolgende Wanderer sind möglich. Du solltest hier also unbedingt den Helm auflassen. Wir empfehlen die Überquerung nur bei gutem Wetter zu machen. Die Orientierung am Abstieg von der Südspitze fällt bei Nebel relativ schwer. Über drahtseilversicherte Felsstufen, sowie teils Schrofengelände mit Geröll geht es sehr steil hinab zu den Schuttfeldern am oberen Teil des Schönfelds. Nach kurzem Wiesenabschnitt am Schönfeld wird das Gelände schnell wieder steiler und felsig.

Von der Wimbachgrieshütte zurück zum Wanderparkplatz Wimbachbrücke (2 Stunden)

Nach dem Abstieg erwartet die Wanderer an der Wimbachgrieshütte (1326m) die verdiente Stärkung. Der Weg zurück durch das Wimbachtal gleicht einem Spaziergang, eröffnet aber immer wieder schöne Ausblicke auf die Watzmann-Westwand und den Grat, den Du soeben überschritten hast.

Festes Schuhwerk notwendig
Übernachtungsmöglichkeit vorhanden
Einkehr vorhanden

Einkehr

Du erreichst die Wimbachgrieshütte nach dem Abstieg vom Südgipfel
Du erreichst die Wimbachgrieshütte nach dem Abstieg vom Südgipfel
  • Watzmannhaus (1 Tag)
  • Wimbachgrieshütte (2 Tag)

Auf der 2-Tagestour gibt es nur zwei Einkehrmöglichkeiten. Du solltest also auf alle Fälle genügend Wasser und auch Brotzeit mitbringen

Video

Watzmann-Überschreitung 5: Extrem... | 09:16

Highlights der Tour

Sonnenuntergang am Hocheck (2651m)
Sonnenuntergang am Hocheck (2651m)
  • Blick auf den Hochkalter (2607m)
  • Übernachtung in der Biwakhütte am Hocheck auf fast 2700m mit traumhaftem Sonnenuntergang bei schönem Wetter
  • 3km langer Grat zwischen Hocheck und Watzmann-Südspitze
  • Blick auf Großglockner und Loferer Steinberge im Süden

Benötigte Ausrüstung

Am Grat musst Du Dich mit einem Klettersteigset sichern. Beim Abstieg ist ein Helm Pflicht.
Am Grat musst Du Dich mit einem Klettersteigset sichern. Beim Abstieg ist ein Helm Pflicht.
  • Kletterhelm
  • Klettersteigset oder sonstige Karabinersicherung
  • Trinkbeutel oder Behältnis für zwei Liter Wasser
  • Schlafsack und Isomatte für Übernachtung in der Biwakhütte am Hocheck oder im Watzmannhaus

Anfahrt zum Startpunkt

Aus Richtung München:

Autobahn A8 München – Salzburg bis zu Ausfahrt Siegsdorf. Von dort auf der B306 via Weißbach der Beschilderung nach Berchtesgaden folgen. Ca. 1km nach der Ortseinfahrt Ramsau befindet sich rechts der Wanderparkplatz Wimbachbrücke, der Ausgangspunkt der Watzmann Überschreitung

Aus Richtung Salzburg:

Auf der B160 und der B305 via Neu-Anif und Berchtesgaden bis nach Ramsau und ebenfalls zum Wanderparkplatz Wimbachbrücke.

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