Wanderung Gletscherlehrpfad Martell im Vinschgau: Position auf der Karte

Wanderung Gletscherlehrpfad Martell

Gletscherlehrpfad Martell

Höhenprofil

Min: 6772 ft
Max: 8632 ft
Aufstieg: 2228 ft
Abstieg: 2300 ft
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Über den Autor
aktualisiert am Jun 19, 2019
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Allgemeines
Schwierigkeit
Mittel
Strecke: 5.28 miles
Gehzeit:4 Std 30 Min
Rundweg
Min: 6772 ft
Max: 8632 ft
Aufstieg: 2228 ft
Abstieg: 2300 ft

Routenbeschreibung

Auf den Spuren mächtiger Gletscher

Der ringförmig angelegte Gletscherlehrpfad im Nationalpark Stilfserjoch führt dich auf neun kurzen Etappen vorbei an hochalpinen Landschaften, imposanten Moränen, malerischen Gletscherseen und einem Wasserfall. An den Rastpunkten, die sich jeweils am Ende einer Etappe befinden, eröffnen sich dir einmalige Blicke auf die eindrucksvolle Bergwelt des Cevedale-Ortlermassivs und das ewige Eis. Zudem vermitteln dir Informationstafeln allerlei Wissenswertes rund um das Thema Gletscher.

Von der Enzian Hütte über die Zufallhütte zur Staumauer

Du startest die Tour, die gut beschildert und markiert ist, an der Enzian Hütte im Talschluss des Marteller Tals. Der erste Abschnitt führt dich vom Parkplatz auf 2.050 Metern in Richtung Zufallhütte. Dabei folgst du dem Weg mit der Nr. 150. In der Nähe siehst du eine kleine Kirche und einige Ruinen. Sie zeugen vom Ersten Weltkrieg, während dessen sich hier ein Stützpunkt eines österreichischen Militärkommandos befand. An der Zufallhütte angekommen entdeckst du Felsen mit zahlreichen Schliffen. Diese entstanden vor rund 7.000 Jahren durch Moränenmaterial, das vom Gletscher ins Tal geschoben wurde. Weiter geht es auf dem zweiten Abschnitt, der dich immer noch auf dem Weg Nr. 150 zur gegenüberliegenden Felswand führt. Du erreichst eine Staumauer (Plima Mauer), die als Aufprallschutz der Wassermassen aus den Gletscherseen dienen sollte. Hier angekommen siehst du große Moränen, die von den Gletscherzungen des Cevedale und des Langenferner aufgeschüttet wurden.

Vorbei am Wasserfall

Du überquerst auf dem dritten Abschnitt den Steindamm und blickst dabei in die Klamm, die der Plimabach in den Talboden gefressen hat. Wenn du möchtest, kannst du kurz zum Eingang der Klamm wandern. Anschließend gehst du über eine kleine Brücke und erreichst den Fuß einer Felswand. Hier stürzt ein eindrucksvoller Wasserfall herab, der vom Hohenferner gespeist wird. Zudem stechen chaotische Ansammlungen von Geröllmaterial und eine kleine Moorfläche ins Auge. Der vierte und schwierigste Abschnitt führt dich über den Steig Nr. 37 auf die über dir liegende Terrasse. Dazu musst du links abbiegen und eine hohe Felswand überwinden. Oben angekommen eröffnet sich dir ein überwältigender Ausblick auf die Königsspitze. Über die weite ebene Fläche blickst du zudem auf eine Reihe von Geländestufen, die den verschiedenen Erosionsphasen entsprechen. Außerdem entdeckst du mehrere Moränenwälle.

Auf dem Weg zur Marteller Hütte

Auf dem fünften Abschnitt folgst du weiter dem Weg und kommst an einer kleinen Wasserlache vorbei. Kurze Zeit später erreichst du eine weitere ebene Fläche, die vor einer großen Seitenmoräne liegt und es erscheinen die Felsaufschwünge, über welchen sich die Gletscherstirn des Hohenferner befindet. Am Gletscherrand kannst du die einzigartige wilde Schönheit der Umgebung genießen und einen noch sehr jungen Moränenwall aus den Jahren um 1985 bestaunen. Der sechste Abschnitt, der schönste Teil der Strecke, führt dich zur Marteller Hütte. Hierzu folgst du dem linken Gletscherbach und erreichst den Grund des Tales. Dort angekommen kannst du die gesamte Gletscherzunge, das Innere des Tales und die mächtigen Seitenmoränen sehen. Du steigst auf dem siebten Abschnitt an der Außenseite der Moräne ab und erreichst die Marteller Hütte. Diese thront auf einem Plateau am Fuße des Cevedale an einem idyllischen Bergsee und bietet herrliche Ausblicke auf das Gletscherbecken des Fürekleferner, die Zufallspitze und die Königspitze.

Zurück ins Tal

Die beiden letzten Abschnitte bringen dich von der Marteller Hütte dem Weg Nr. 103 folgend zurück ins Tal. Über eine Brücke gelangst du zur Staumauer. Der Steinwall verweist auf eine Gletscherzunge, die einst bis 2.300 Meter reichte. In der Umgebung entdeckst du zahlreiche weitere Moränenablagerungen. Du wanderst zurück zur Zufallhütte und kommst anschließend am Hotel Paradiso vorbei, das in den 1930er Jahren erbaut wurde und seit Jahrzehnten dem Verfall Preis gegeben ist. Von dort hast du noch einen wunderbaren Blick auf die Vordere Rotspitz, ehe dich der Weg zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung führt.

Festes Schuhwerk notwendig
Einkehr vorhanden

Einkehr

Unterwegs bieten sich zwei Möglichkeiten für eine gemütliche Rast an. In der Zufallhütte auf 2.265 Metern kannst du dich mit frischem Strudel, Kaffee und Kuchen oder einer deftigen Jause für den weiteren Weg stärken. Original Südtiroler Küche gibt es in der Marteller Hütte, die auf 2.610 Metern liegt.

Wissenswertes

Mehr anzeigen
  • Auf dieser mittelschweren Wanderung legst du über 5 miles zurück. Somit handelt es sich um eine eher kürzere Tour. Im Moment beträgt die durchschnittliche Länge der auf TouriSpo eingetragenen Wanderungen in Südtirol ca. 7 miles.
  • Auf der Wanderung überwindest du 679 steigende Höhenmeter. Auf 8632 ft liegt der höchste Punkt der Wanderung.
  • Festes Schuhwerk ist ein Muss auf dieser Wanderung. Für das leibliche Wohl sorgen Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke.

Highlights der Tour

Auf dem Gletscherlehrpfad kannst du in die eindrucksvolle Welt der Gletscher und des ewigen Eises eintauchen und dich von den mächtigen Bergriesen beeindrucken lassen. Unterwegs genießt du immer wieder herrliche Ausblicke auf zahlreiche vergletscherte Gipfel und die umliegende Gebirgswelt des Nationalsparks Stilfserjoch.

Benötigte Ausrüstung

Voraussetzung für diese Wanderung ist gutes Schuhwerk.

Anfahrt zum Startpunkt

Mit dem Auto:

Von Bozen kommend fährst du über die SS38 nach Meran und weiter nach Latsch und Goldrain. Im Zentrum des Dorfes biegst du links ab und gelangst über Morter, Burgaun und vorbei am Zufrittsee in den Talschluss des Martelltals. Am Ende der Talstraße findest du nahe der Enzian Hütte einen kostenpflichtigen Parkplatz.

Kontakt

Gästeinformation Vinschgau
Laubengasse 11
39020
Glurns
Anfrage senden
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