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Dom St. Marien in Erfurt

Dom St. Marien in Erfurt
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Beschreibung

Eine 70-stufige Freitreppe verbindet den Erfurter Domplatz mit dem eindrucksvollen Kirchenbauensemble auf dem Domberg. Dort erheben sich der Dom St. Marien und die Kirche St. Severi imposant über den Domplatz im Herzen Erfurts.

Dom St. Marien

724 wurde der erste Sakralbau durch Rom veranlasst und stellte die Hauptkirche des 742 von Bischof Bonifatius gegründeten Bistums Erfurt dar. Mit hochgotischem Chor, romanischem Turmbereich und spätgotischer Wandelhalle ist der Dom St. Marien Nachfolger dieser ersten Kirche.

Die im Innenraum befindlichen gotischen Chorfenster, das umfängliche Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert sowie zahlreiche romanische Skulpturen sind besonders sehenswert.

Besonderes Highlight im Erfurter Dom ist die Gloriosa, ein Meisterwerk der Glockengießerkunst, welche sich im mittleren Turm befindet.

Die größte freischwingende Glocke des Mittelalters

Mit einer Höhe von 2 m und einem Durchmesser von 5,57m zählt die Glocke mit dem klangvollen Namen Gloriosa (= die Rumreiche) zu den bedeutendsten Schöpfungen der europäischen Gießkunst. Die Erfurter Bevölkerung munkelte, der Leibhaftige hätte seine Finger im Spiel gehabt. Denn die ersten Gussversuche endeten in verbrannten, zerborstenen und klanglosen Glocken. Ein Glockengießer verlor sein Leben. Damit waren die deutschen Glockengießer allesamt nicht mehr bereit, sich an einen neuen Guss zu wagen.

Der niederländische Glockengießer Gerhard van Wou aus Kampen konnte schließlich für das Vorhaben gewonnen werden. Als Meister seines Faches gelang es ihm sogar, während des Gusses den Klang der Gloriosa zu bestimmen.

Vier vergebliche Gussversuche der Erfurter Glockengießer brauchte es, ehe es van Wou im Juli 1497 gelang, die Gloriosa zu vollenden: Die 11.450 Kilogramm schwere Glocke ließ zum ersten Mal ihr tiefes „E“ erklingen. Sie läutet heutzutage vorwiegend an hohen kirchlichen Feiertagen.

Glasmalerei im Dom

Zwischen 1380 und 1420 entstand ein umfangreicher Glasmalereizyklus, welcher ergänzt durch Reste weiterer mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glasmalerei, einige wenige Farbverglasungen aus dem 19. Jahrhundert und einige Fenster mit Glasmalereien von Charles Crodel aus den 1960er Jahren zu einem imposanten Gesamtkunstwerk heranwuchs.

Pfarrkirche St. Severi

Imposantes Gegenstück zum Dom St. Marien stellt die Severikirche dar, deren Ursprung vielleicht sogar noch vor der Ersterrichtung des Doms liegt.

Vor der Errichtung der heutigen Kirche befand sich an selbiger Stelle das Gotteshaus eines Nonnenordens; später, im 12. Jahrhundert, diente der Bau einer wichtigen Stiftsherren-Gemeinde als Stiftskirche.

Heute wird die Kirche von der Severi-Pfarrgemeinde als Gottesdienstraum genutzt. Besonders sehenswert ist der im Innenraum befindliche Severisarkophag von 1365, dessen Seitenwände den Lebensweg des Heiligen bildlich darstellen. Außerdem sind eine Steinmadonna (1345) und ein 15 m hoher Taufstein (1467) eine Besichtigung wert.

Entstehung und Geschichte

Nachdem 724 mit dem Bau des ersten Sakralbauwerkes der Grundstein für den heutigen Dom St. Marien gelegt wurde, veränderte sich das Kirchengebäude über Jahrhunderte bis hin zum heutigen Dom. Zwischen 1154 und 1252 wurde ein Neubau errichtet, welcher die mutmaßlich eingestürzte Kirche ersetzen sollte.

Während der Bauphase entstand eine dreischiffige Basilika, welche gemeinsam mit Resten des ersten Kirchengebäudes (Teile des Nordturms und Mauern des Chorbaues)  zu einer neuen Kirche heranwuchs. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Kirche stetig erweitert.

1340 wurde das eindrucksvolle Triangelportal fertiggestellt, welches mit reichlich plastischem Dekor geschmückt wurde. So zeigt es unter anderem eine Gruppe Apostel. Ab 1349 wurde der vorhandene Hohe Chor durch Stützpfeiler und Rundbögen abgestützt (sogenannte Kavaten) , welche das Plateau des Dombergs erweiterten.

Kleinere und größere Baumaßnahmen veränderten den Dom und sein Innenleben bis 1700. 1853/54 wurde der Dom aufwendig restauriert.

Anfahrt

Der Dom befindet sich in der historischen Altstadt Erfurts.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Vom Hauptbahnhof Erfurt können Sie entweder direkt zu Fuß über den Williy-Brandt-Platz, dem Anger und dem Fischmarkt zum Domplatz gehen. Alternativ können Sie aber auch die Straßenbahn-Linien 3,4 und 6, die direkt am Domplatz halten, nutzen.

Mit dem Auto:

Mit dem Auto können Sie über die A71, die B4 und die B7 nach Erfurt fahren und dem Parkleitsystem der Stadt zu den zentralen Parkhäusern, zum Beispiel direkt am Domplatz oder im Anger1, folgen. Alternativ können Sie Ihr Auto auf einem Park-and-Ride-Parkplatz, zum Beispiel bei der Messe und dem egapark abstellen und die Straßenbahnen nutzen, um zum Domplatz zu gelangen.

Video

Der geheimnisvolle Dom in Erfurt | 29:28

Kontakt

Dominformation
Domstufen 1
99084
Erfurt
(0361) 6 46 12 65
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