Ausflugsziel Suomenlinna Helsinki in Helsinki: Position auf der Karte

Suomenlinna Helsinki

Suomenlinna Helsinki
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Finnland ist eine Republik im Norden Europas und zählt seit 1995 zur Europäischen Union. Das Land befindet sich an der Grenze zu Schweden, Norwegen, Russland und der Ostsee. Bei einer Fläche von knapp über 338.000 km², die in etwa der Fläche Deutschlands entspricht, wird Finnland von etwa 5,4 Millionen Einwohner bewohnt. Damit ist Finnland das Land, das am wenigsten besiedelt ist. Die... Mehr erfahren

aktualisiert am Dec 2, 2019
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Beschreibung

Suomenlinna, Seeburg, Helsinki, Finnland
© Visit Finland Suomenlinna, Seeburg, Helsinki, Finnland

Suomenlinna ist ein Teil des Weltkulturerbes und zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Finnland.

Während die Burg von außerhalb bereits sehr beeindruckend ist, so befinden sich in den Gebäuden und auf den Plätzen weitere Sehenswürdigkeiten, die sehr interessant sind, so z.B. die sechs Museen. Am Besten nimmst Du an einer Führung teil, damit Du nichts verpassen kannst.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich auf dem "Blauen Weg",  der sich, wie der Name schon sagt, anhand eines blau markierten Weges vom Norden der Festung mit den Jetty Barracken bis zum südlichen Ende, dem Königstor, zieht. Die Gesamtlänge des Weges beträgt etwa 1,5 km.

Für Rollstuhlfahrer und Personen, deren Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, existiert an schwierigen Punkten eine alternative Strecke.

Sehenswürdigkeiten

Die "Jetty Baracks" sind das erste, was Besucher sehen, wenn sie am Ufer ankommen. Das Gebäude aus pinken Pflastersteinen stellt den Eingang der Festung dar und befindet sich an der Küstenlinie des Gebietes. Die Barracken wurden zwischen 1868 und 1870 erbaut, um an die 250 Soldaten während einer Friedenszeit zu beherbergen. Ein Teil des Gebäudes wurde als Haupthaus genutzt, in welchem sich neben den Räumen der diensthabenden Offiziere auch Zellen befanden.

Heute befindet sich in dem Gebäude das Touristen-Informations-Center.

Das King´s Gate wurde in den Jahren 1753 - 54 erbaut und stellt bis heute den Durchgang zur Festung dar. Das Tor befindet sich auf der Seite der Festung, an der König Adolf Frederick von Schweden im Jahr 1752 an Land ging, um den Bau zu besichtigen. Während des Krimkrieges wurde das Tor und die Ufermauer in Folge einer Bombardierung zerstört. Für den Besuch des Königs und der Königin von Schweden wurden die Gebäudeteile saniert und wieder aufgebaut. Zum 250.ten Geburtstag von Suomenlinna erfolgte die jüngste Restauration.

In den 60er Jahren des 18. Jh. erfolgte die Fertigstellung des Burghofes, des "Great Courtyards". Er stellte das Verwaltungszentrum der Festung dar, denn unter den Häusern ringsum befand sich das Haus des Kommandaten sowie das Hauptgebäude der Soldaten. Beeindruckend an diesem Platz ist die Bauweise und Platzierung der umliegenden Gebäude, durch die der Hof größer erscheint, als er tatsächlich ist. In der Mitte befindet sich das Grab von Augustin Ehrensvärd, dem Konstrukteur der Festung.

Das Trockendock ist das älteste seiner Art in Finnland und es ist noch immer in Betrieb. Der Bau wurde um 1750 begonnen. Bis 1808 diente das Dock als Basis für ein schwedisches Geschwader. In den 60er Jahren des 18. Jh. wurden dort Schiffe für die schwedische Flotte gebaut. Ab 1918 befanden sich die ersten finnischen Flugzeuge innerhalb des Gebietes und um 1930 herum wurde das Dock als U-Boot-Basis verwendet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden im Dock Schiffe gebaut, die als Reparationszahlung an Russland gingen.

Heute werden im Dock Segelschiffe repariert. Es gibt keinen direkten Zugang zum Areal, Du kannst es jedoch über eine Aussichtsplattform besichtigen.

Die Suomenlinna Kirche wurde Im Jahr 1854 als russisch-orthodoxe Garnisonskirche erbaut und besaß damit die charakteristischen Zwiebeltürme. Mit der Unabhängigkeit Finnlands wurde das Aussehen der Kirche verändert - die Türme wurden abgetragen und der Grundriss war fortan quadratisch. Die Kirche ist heutzutage für Hochzeiten, Konzerte und andere Veranstaltungen sehr beliebt.

Auf der Bastion Zander im südlichen Teil von Suomenlinna befindet sich jedes Jahr vom 12.05. bis zum 29.09. die finnische Flagge seit Beginn der Unabhängigkeit. Sie wurde zwischen 1748 und 1750 als eine von vier Bastionen errichtet. Von dort oben hast Du einen tollen Blick auf die gesamte Festung.

Zu Beginn von Finnlands Unabhängigkeit stellte Suomenlinna ein Gefangenenlager dar. Während des Bürgerkrieges befanden sich etwa 10.000 Gefangene innerhalb der Mauern. Davon starben etwa 20%. Das Kriegsgefangenen-Denkmal wurde am 28. September 2004 im Casino Park auf Iso Mustassaari Island enthüllt und erinnert seitdem an diese Zeit.

Hinweis:

Der Großteil der Burgmauern besitzt kein Geländer zum Schutz vor Abstürzen. Du solltest somit aufpassen, damit Du nicht hinunterfällst. Vor allem Pflanzen oder Schnee können verhindern, dass Du die Kanten sehen kannst.

Museen

Das Suomenlinna Museum befindet sich im Zentrum der Festung und ist ganzjährig geöffnet. Die Ausstellung zeigt die über 260-jährige Geschichte der Burg und seiner Bewohner anhand von digitalisierten Bilderbüchern und archäologischen Funden. Aufgegriffen werden auch die zahlreichen Renovierungsarbeiten. Zusätzlich kann Du dir dort einen Kurzfilm über die Burg ansehen.

Die nachfolgenden Museen haben nur im Sommer geöffnet.

Im Ehrensvärd Museum, das sich im früheren Haus des Kommandanten befindet, wirst Du viele Gegenstände vorfinden, die die Zeit der Festung unter schwedischem Einfluss darstellen. Der erste Eigentümer des Gebäudes war der Gründer der Burg, Augustin Ehrensvärd.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Besichtigung des mittlerweile restaurierten U-Bootes Vesikko. Könntest Du dir vorstellen, auf so kleinem Raum mit etwa 20 anderen Personen tier im Meer zu arbeiten?

Willst Du mehr über die Festung als Militärstützpunkt erfahren, so solltest Du in das Militärmuseum gehen. Die Ausstellung "From Autonomy to Atalanta" gibt einen ausgezeichneten Überblick über die finnischen Verteidigungssysteme und die Soldaten dieser Zeit. Unter anderem findest Du dort die unterschiedlichen Uniformen und Waffen, die im Verlauf der Zeit getragen beziehungsweise verwendet worden sind.

Innerhalb der puderfarbenen Villa befindet sich das Spielzeugmuseum. Dort kannst Du dir Spielsachen wie alte Puppen und Teddybären ansehen. Die Stücke reichen vom frühen 19. Jh. bis etwa 1960. Besonders interessant sind die Spielsachen, die Kinder während der Kriegszeiten verwendet haben.

Zu guter Letzt befindet sich auf dem Gebiet ein Zollmuseum. Auf der Susisaari Insel kannst Du Informationen zum finnischen Zoll und dem früheren Schmuggel einholen. Die Ausstellungen dort variieren von Jahr zu Jahr.

Einkehrmöglichkeiten

Innerhalb der Festungsmauern befinden sich zahlreiche Cafés und Restaurants, wie das Suomenlinna Centre Café oder den Officers´Club, die vom Frühstück bis zum Abendessen alles anbieten. Die Burg besitzt sogar eine eigene Brauerei, Suomenlinna Brewery. Während die meisten Gaststätten nur über den Sommer geöffnet haben, gibt es ein paar, die auch im Winter Besucher begrüßen.

Entstehung und Geschichte

Suomenlinna Kirche, Finnland
© Visit Finland Suomenlinna Kirche, Finnland

Der Name Suomenlinna bedeutet in finnischer Sprache "Finnenburg". Vor Finnlands Unabhängigkeit trug die Festung den Namen "Sveaborg", Schwedenburg. Die Burg entstand im 18. Jh. Sie wurde auf Inseln erbaut, die miteinander verbunden sind und befindet sich noch heute vor der Hauptstadt Helsinki. Mittlerweile ist die Festung Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Von Einheimischen wird die Burg auch das "Gibraltar des Nordens" genannt.

Lage und Ausmaße der Burg

Der Hauptteil der Burg befindet sich auf den Inseln Kustanmiekka, Susisaari, Iso Mustasaari, Pikku-Musta(saari) und Länsi-Musta(saari). Die Inseln sind entweder mit Brücken oder durch künstliche Aufschüttungen miteinander verbunden. Die Festung nimmt eine Fläche von etwa 80 Hektar ein und besteht aus ungefähr 200 Gebäuden und 105 Kanonen. Fast alle Gebäude entstanden während des 18. Jahrhunderts. Die Burgmauern und Bastionen besitzen eine Gesamtlänge von 6 km.

Geschichtlicher Hintergrund

Im Jahr 1748 wurde mit dem Bau der Festung unter der Leitung des schwedigschen Lieutenants Augustin Ehrensvärd begonnen. Damals war Finnland noch ein Teil Schwedens und es benötigte Schutz gegen die Sowjetunion, die sich im damals neugegründeten St. Petersburg auszubreiten versuchte.

Während des russisch-schwedigschen Krieges wurde Helsinki von der Sowjetunion eingenommen. Die Burg blieb uneinnehmbar, wurde aber nach Verhandlungen im Jahr 1808 an die Russen übergeben. Damit endete auch die Herrschaft Schwedens über Finnland.

Unter der Herrschaft Russlands wurde die Festung erweitert und mit Soldaten besetzt. Während des Krimkrieges (1854 - 56) wurde das Gebiet durch Soldaten Frankreichs und Englands stark beschädigt. Im Zuge der Reparaturen wurde sie abermals ausgebaut.

Im ersten Weltkriegs wurden die Inseln für die Verteidigung des Ostseeraumes verwendet.

Anfang des 20. Jh. erklärte Finnland seine Unabhängigkeit. Im Zuge der russischen Revolution konnte Finnland die Burg dann selbst übernehmen. Daher änderte sich auch relativ schnell der Name in Suomenlinna, um die Identität der Festung zu betonen. Auch die Kirche, die sich auf der Insel befindet, wurde umgestaltet. Während sie bis dato eine Garnisonskirche darstellte, so erstrahlte sie nach dem Umbau in einem klassischen Aussehen, da die orthodoxen Kuppeln entfernt wurden.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Burg noch einmal als Stützpunkt genutzt, verlor aber nach dem Krieg ihre Bedeutung als militärisches Gebäude. Im Jahr 1973 wurde die Burg an das Ministerium für Bildung und Kultur zur Verwaltung gegeben.

Anfahrt

Anreise mit dem Flugzeug

Die Anreise per Flugzeug ist die einfachste und schnellste Möglichkeit, um nach Helsinki zu kommen. Der Flughafen kann direkt angeflogen werden und liegt etwa 20 km von der Hauptstadt entfernt in Vantaa. Von dort aus gibt es mehrere Möglichkeiten, um nach Helsinki zu kommen.

Anreise mit ÖPNV

Vom Flughafen aus fährt sowohl ein Shuttlebus als auch die Buslinie 615. Die Fahrzeit beträgt jeweils um die 35 Minuten und der Einstiegsort ist jeweils vor dem Flughafenterminal.

Anreise mit dem Auto

Finnland kann auch mit dem Auto über Schweden und Dänemark erreicht werden. Dabei fährst Du auf der sogenannten Vogelfluglinie oder auf der Landstraße über die Belt-Brücke nach Kopenhagen und von dort aus über die Öresund-Brücke bis nach Malmö. Die Brücken sind allerdings mautpflichtig. Ab Stockholm geht es weiter über die Silja-Line nach Turku oder Helsinki. Ein Alternative wäre die Viking Line.

Eine andere Möglichkeit ist das Leihen eines Mietwagens. Dies kannst Du sowohl am Flughafen als auch im Stadtzentrum tun. Die kostengünstigere Variante ist allerdings ein Sammeltaxi.

Anreise mit dem Schiff

Willst Du dein eigenes Fahrzeug mitnehmen, dann bietet sich eine Fahrt mit dem Schiff an. Zwischen Rostock und Helsinki beziehungsweise zwischen Travemünde und Helsinki fahren Fährschiffe, die auch Fahrzeuge transportieren.

Von Helsinki nach Suomenlinna

Die Insel Suomenlinna ist nur über das Wasser zu erreichen. Vom Marktplatz in Helsinki aus fährt eine Fähre ganzjährig zur Insel rüber. Während des Sommers ist ein zusätzlicher Service in Form eines Batobusses verfügbar. Eine Fahrt dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten.

Hast Du ein Boot gechartert, so gibt es die Möglichkeit selbst auf die Insel zu fahren und am Gasthafen von Suomenlinna anzulegen.

Videos

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