Ausflugsziel Bergbaumuseum Oelsnitz im Erzgebirge: Position auf der Karte

Bergbaumuseum Oelsnitz

Bergbaumuseum Oelsnitz
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Das Erzgebirge liegt im Osten Deutschlands und bildet die natürliche Grenze zwischen Sachsen und Tschechien. Rund eine Million Menschen leben in der Region. Mit über drei Millionen Übernachtungen im Jahr ist das Erzgebirge die beliebteste Ferienregion in Sachsen.

Schätze aus dem Berg

Die Geschichte der Region wurde maßgeblich vom Bergbau bestimmt. Bereits im... Mehr erfahren

aktualisiert am Jan 14, 2019
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Preise

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Beschreibung

Die größte noch funktionierende Dampfmaschine Sachsens
© Bergbaumuseum Oelsnitz Die größte noch funktionierende Dampfmaschine Sachsens

Das Bergbaumuseum ist ab 7. Januar 2019 wegen Umbau- und Sanierunsarbeiten geschlossen! Wiedereröffnung des ersten Teilabschnittes ist im April 2020.

Im Bergbaumuseum Oelsnitz kannst du auf dem Gelände eines ehemaligen Schachts in die Geschichte des Bergbaus im Erzgebirge eintauchen. Es wurde im Jahr 1986 – zehn Jahre nach Schließung der Förderanlage – eröffnet und zählt mittlerweile zu den größten seiner Art in Deutschland.

Ein Rundgang durch das Museum

Die Ausstellung des Bergbaumuseums bringt dir die Geschichte der Steinkohlegewinnung näher. Sie beginnt bei der Entstehung der Steinkohle vor rund 300 Millionen Jahren. In einem extra aufgebauten Karbonwald lernst du, wie die Gesteinsschichten entstanden, aus denen Millionen von Jahren später die Steinkohle gewonnen wurde. In der Lohnschalterhalle erwartet dich das Thema „Bergbaulandschaft“. Hier wird anhand von Skizzen, Zeichnungen und Fotos, gezeigt, wie sich die Region von einer Agrar- zu einer Industriewirtschaft entwickelt hat. Welche Orte wichtig im Steinkohlerevier waren, zeigt dir der Bereich bei der Überlandbahn. Die Funkenkutsche – wie sie auch genannt wurde – brachte die Arbeiter zu den Schächten und verband die zentralen Orte der Gegend. Welche geologischen Auswirkungen der Bergbau auf die Region hatte, erfährst du in der Umformerhalle. Hier wird ebenso der technische Aspekt des Bergbaus gezeigt, wie die Steinkohle abgebaut wurde, aber auch wie das Grubenrettungswesen aufgebaut war. Genauso prägte die Arbeit unter Tage die Gesellschaft der Gegend. Die Ausstellung in der Lampenstube erzählt dir mehr zu dem Thema.

Insgesamt solltest du etwa eine Stunde für die Besichtigung einplanen. Neben der Dauerausstellung gibt es zudem auch Sonderausstellungen im Museum.

Unter Tage

Dreimal täglich hörst du im Museum eine Glocke läuten (11.00, 13.30 und 16.00 Uhr). Sie ruft zur „Einfahrt“ in das Schaubergwerk. Die Führung beginnt in der Lampenstube. Von hier geht es über eine Hängebank in den Förderturm und anschließend in das Schaubergwerk. Hier kannst du dir einen authentischen Einblick in die Arbeit der Bergleute verschaffen, wie sie das „schwarze Gold“ abgebaut haben und wie es unter Tage zuging. Am Ende der Führung siehst du die größte noch funktionierende Dampfmaschine Sachsens. Etwa 1,5 Stunden dauert die Besichtigung.

Wieder über Tage kannst du dir anschließend auf dem Außengelände eine Dampflokomotive aus dem Jahr 1944 und einen Güterwaggon aus dem Jahr 1965 anschauen. Zudem lädt die "Bergmannsstube & Café" zu Kaffee und Kuchen, den du dir im Sommer auch draußen schmecken lassen kannst.

Vielfältiges Programm

Neben dem Museumsbetrieb werden in den Räumen des Museums zahlreiche Veranstaltungen geboten. Vor einmaliger Kulisse steht bei den Veranstaltungsreihen „Schachtgeflüster“ und “Musik im Turm“ Musik, Literatur und Humor im Vordergrund. Zudem beteiligt sich das Museum am Tag des Bergmanns und Dampftag, bietet Ferienprogramme für Kinder, besondere Führungen sowie Trödelmärkte.

Entstehung und Geschichte

Das Schaubergwerk bringt die Arbeit der Bergleute näher
© Bergbaumuseum Oelsnitz Das Schaubergwerk bringt die Arbeit der Bergleute näher

Vom ersten Fund zur modernsten Förderanlage im Land

Als Karl Gottlob Wolf im Jahr 1844 in Neuoelsnitz ein Steinkohlenflöß entdeckte, läutete er damit die Ära des Bergbaus in der Region ein. In zahlreichen Schächten wurde in den kommenden Jahrzehnten das Steinkohlevorkommen gefördert. Der 1869 eröffnete Kaiserin-Augusta-Schacht galt in den 20er und 30er Jahren sogar als modernste Förderanlage in Deutschland. Da die Vorkommen rückläufig wurden, entschied die DDR-Regierung 1967 den Bergbau einzustellen und der 31. März 1971 markierte den letzten Arbeitstag der Bergleute in der Region Lugau-Oelsnitz. 142 Millionen Tonnen Steinkohle hatten sie seit Mitte der 19. Jahrhundert über Tage gebracht.

Eröffnung des Museums

Bereits fünf Jahre später begannen die Umbauarbeiten zum Museum im ehemaligen Kaiserin-Augusta- bzw. Karl-Liebkecht-Schacht, wie die Anlage seit 1946 genannt wurde. Das Bergbaumuseum Oelsnitz wurde am 4. Juli 1986 feierlich eröffnet und bis heute mehrfach erweitert und umgebaut. Seit 2009 zählt es zu den Einrichtungen des kul(T)our-Betriebes des Erzgebirgskreises, die sich zusammengeschlossen haben, um touristische und kulturelle Angebote gemeinsam zu entwickeln. Im Februar 2015 konnte das Museum den Millionsten Besucher begrüßen.

Wissenswertes

Anfahrt

Mit dem Auto

Du erreichst Oelsnitz entweder über die A72 oder die A4. Die A72 verlässt du bei Stollberg-West und fährst weiter Richtung Oelsnitz/Erzgebirge bzw. Lugau. Wenn du über die A4 anreist, nimmst du die Ausfahrt Hohenstein-Ernstthal und folgst der B180 nach Lugau. Das Bergbaumuseum ist ab Lugau ausgeschildert.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Von Chemnitz nimmst du die Citybahn Linie 522 nach Stollberg. Dort steigst du in die Citybahn Linie 523 (Richtung Glauchau) und fährst bis Neuoelsnitz / Bahnhof.Kommst du aus Richtung Zwickau nimmst du die Citybahn Linie 523 (Richtung Stollberg) bis Neuoelsnitz / Bahnhof.

Video

Bergbaumuseum Oelsnitz Erzgebirge | 02:50

Kontakt

Bergbaumuseum Oelsnitz / Erzgebirge
Pflockenstraße
09376
Oelsnitz/Erzgebirge
Anfrage senden
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Tel.:037298 9394 - 0
Fax:037298 9394 - 49
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Forum und Usermeinungen

Bewerte das Ausflugsziel
Karlaam 13 Jan 2019
Das Bergbaumuseum ist aktuell seit 07.01.2019 !, wegen Umbau- und Sanierunsarbeiten geschlossen! Wiedereröffnung des ersten Teilabschnittes ist im April 2020.
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