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Schweizerischer Nationalpark Zernez

Schweizerischer Nationalpark
Über den Autor

Im Nationalpark sollen Tier- und Pflanzwenwelt vor menschlichen Eingriffen geschützt und den natürlichen Verläufen überlassen werden. Seit 1979 ist der über 100-jährige Nationalpark Biosphärenreservat der UNESCO. Der Schweizerische Nationalpark ist eine staatliche Einrichtung. 

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aktualisiert am May 25, 2021
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Beschreibung

Einmaliger Ausblick über den Nationalpark
© Graubünden Ferien Einmaliger Ausblick über den Nationalpark

Im Schweizerischen Nationalpark sind nicht nur die gesamte Tier- und Pflanzenwelt komplett geschützt, sondern auch sämtliche natürlichen Prozesse. So kann sich die Natur innerhalb der Parkgrenzen nach ihren eigenen Gesetzen ungestört entfalten.

Dieses fantastische Naturexperiment läuft nun schon seit mehr als einem Jahrhundert. Damit der Mensch diese Entwicklung mitverfolgen kann, ist der Park von Wanderrouten mit einer Gesamtlänge von 100 km durchzogen. Er darf ausschliesslich auf diesen markierten Wegen begangen werden, um die natürliche Entwicklung und insbesondere die Tiere nicht zu stören. Auf diese Art und Weise gewöhnen sich besonders Tierarten wie der Rothirsch an die Anwesenheit der Menschen und zeigen sich auch während des Tages. Im Sommer leben hier fast 2000 Hirsche, sodass du bei einem Besuch des Parks gute Chancen hast, diese beeindruckenden Tiere zu beobachten.

Idealer Lebensraum; auch für bedrohte Tierarten

Auch Beutegreifer wie der Steinadler finden im Nationalpark beste Lebensbedingungen. Zum einen gibt es in diesem Gebiet für den Adler genug Beutetiere. Zum anderen ergeben sich für den Steinadler im Dolomit-dominierten Nationalpark viele Möglichkeiten, um unter freiem Himmel seinen Horst zu errichten. Seinen Lebensraum teilt der Steinadler mit anderen Raubtieren; so zieht es auch immer wieder Braunbären und Wölfe ins Gebiet. Denn auch sie finden hier ideale Lebensbedingungen. Wenn du also im Nationalpark unterwegs bist, solltest du deine Umgebung stets aufmerksam beobachten, denn hier triffst du an jeder Stelle auf die unterschiedlichsten Tiere.

Verschiedene Lebensräume in einem Naturschutzgebiet

In diesem Zusammenhang sind auch die unterschiedlichen Lebensräume des Nationalparks sehr interessant, denn diese sind so abwechslungsreich wie ihre Bewohner. So findest du hier raue Hochgebirgslandschaften, in denen Höhen bis zu 3174 m erreicht werden. Hier überleben nur die robustesten Pflanzenarten und auch als Lebensraum für Tiere ist dieser Teil des Nationalparks ein eher seltener Wohnort. Dafür findest du hier immer wieder die für den Schweizerischen Nationalpark so bekannten Geröllhalden aus dem Schutt der Engadiner Dolomiten. Wenn du dich nicht in hochalpinen Gegenden bewegst und eher zwischen 2100 und 2500 m wandern gehst, befindest du dich in den sogenannten Alpinen Matten. Hier gestaltet sich die Umgebung viel grüner als in den höheren Lagen, denn das Klima und und die Höhenlage sorgen für eine grosse Pflanzenvielfalt. Gut ein Drittel des gesamten Parks besteht aus Waldgebiet, welches meist von den sogenannten Bergföhren besiedelt wird. Aber auch die berühmte wohlriechende Zirbelkiefer (Arve) und die Lärche, welche im Herbst ganze Täler in goldenes Gelb verwandelt, wachsen hier.

Nationalparkzentrum und Museum Schmelzra

Solltest du vor einer Wanderung oder einem Spaziergang etwas mehr Informationen rund um den Nationalpark haben wollen, gibt es hierfür auch eigens ein Zentrum, das in mehreren Ausstellungsräumen über die Besonderheiten des geschützten Gebiets und über seine Bewohner informiert. Insgesamt bieten sich dir hier fünf Ausstellungsräume, in denen du mit Hilfe der Audioguides alles Wissenswerte erfährst. Auch für Kinder ist das Nationalparkzentrum ein kleines Highlight, denn diese erhalten ein sogenanntes „Entdeckerbüchlein“, in welchem sie im Nationalparkzentrum auf eigene Abenteuertour gehen können. Aufgrund dieser kindgerechten Ausgestaltung kann das Zentrum auch gut von Schulklassen besucht werden, für die es ebenfalls eigene Programme gibt.

Seit 1997 bietet sich dir im Nationalpark ebenfalls eine weitere Möglichkeiten, um dich über die Umgebung zu informieren, denn damals wurde das Museum Schmelzra eröffnet. Dieses war bis 1820 ein zentrales Gebäude der Blei- und Silberbergwerke S-charl. Heute findest du im renovierten Gebäude eine ausführliche Bergbauausstellung, die auf authentische Art und Weise das Leben unter Tage illustriert, welches am Fuß des Mot Madlain über Jahrhunderte geführt wurde. Ein weiterer Teil des Museums widmet sich einer Bärenausstellung, die sowohl die aktuelle als auch die historische Situation des Bärenaufkommens in der Schweiz beleuchtet.

Entstehung und Geschichte

Malerische Landschaften
© Graubünden Ferien Malerische Landschaften

Einziger Nationalpark der Schweiz

Die eigentliche Geschichte des Nationalparks geht relativ weit in die Vergangenheit zurück, denn am 1. August 2014 feierte die Anlage bereits ihr 100-jähriges Bestehen. Damit ist er einer der ältesten Nationalparks der Alpen und Mitteleuropas und zudem der einzige Nationalpark der Schweiz. Auf den 170 Quadratkilometern sind Pflanzen, Tiere und natürliche Prozesse sich selbst überlassen und vor dem menschlichen Eingreifen geschützt.

Die ersten vertraglichen Regelungen bezüglich der Größe und der Finanzierung des Nationalparks wurden bereits 1913 getroffen und in den Anfängen noch durch Mitglieder des Schweizerischen Bund für Naturschutz (heute Pro Natura) gesponsert. Anschließend wurde der Nationalpark offiziell ein Projekt des Bundes und ist seit jeher eine Stiftung.

Schon in den ersten Jahren seiner Entstehung erfüllte der Park eines seiner wichtigsten Prinzipien: der absolute Prozessschutz, der bis heute gilt. Mit dem Schutz aller natürlichen Prozesse werden gleichzeitig alle Lebensräume und Tierarten in ihrer natürlichen Entwicklung unterstützt. Um auch Besuchern diese Besonderheiten zugänglich zu machen, wurde ab 1920 das Wanderwegnetz des Parks angelegt und in den folgenden Jahren soweit ausgebaut, dass es bis heute ungefähr 80 km umfasst.

Wissenswertes

Anfahrt

Mit dem Auto

Von Lichtenstein aus

Du fährst zunächst einige Kilometer die A13 in Richtung Chur hinab und verlässt diese an der Ausfahrt 14 in Richtung Landquart wieder. Anschließend setzt du deine Anfahrt auf der Ragazerstraße (B13) fort und folgst dem Straßenverlauf über die B28 bis zum Abzweig in Richtung St. Moritz. In Zernez hältst du dich dann links in Richtung Bozen und erreichst so die ersten Ausläufer des Nationalparks.

Von Österreich aus

Solltest du aus Richtung Innsbruck anreisen, fährst du zunächst über die Inntalautobahn (A12) bis zur Ausfahrt Oberinntal. Über die B180 erreichst du die Grenze und den Nationalpark auf der schweizerischen Seite über die B27.

Von Italien aus

Über Sondrio und Bormio erreichst du über die SS38 sowie auf der letzten Etappe der SS301 schweizerischen Boden, wo du über die B28 zum Nationalpark gelangst.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Mit der Bahn fährst du am besten zum Bahnhof Zernez an und nimmst von hier aus den Bus 811 in Richtung Mals, welcher dich innerhalb von einer halben Stunde zum Nationalpark bringt. Du kannst ebenfalls den Bahnhof Mals anfahren und von hier aus die gleiche Buslinie in Richtung Zernez nehmen.

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Kontakt

Schweizerischer Nationalpark
Chastè Planta-Wildenberg, Runatsch 124
7530
Zernez
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