Inhalt
Beschreibung
Wenn Märchen zwischen Bäumen beginnen
Wer den Schongauer Märchenwald betritt, folgt keinem klassischen Freizeitpark-Konzept. Stattdessen beginnt der Rundgang fast unmerklich zwischen Bäumen, Kieswegen und kleinen Pfaden, die sich durch ein kompaktes Waldgelände ziehen. Die Anlage liegt ruhig zwischen Schongau und Peiting und verbindet Erzähltradition mit Spiel und Natur auf ungewöhnlich dichte Weise. Bereits seit 1965 existiert dieser Ort, der bewusst überschaubar gehalten ist und sich damit klar von großen Themenparks abgrenzt.
Zwischen Märchenhäusern und versteckten Geschichten
Im Zentrum steht ein Spaziergang durch eine Sammlung von Märchenszenen, die sich entlang des Weges entfalten. Figuren aus bekannten Erzählungen wie Schneewittchen, Hänsel und Gretel oder der Froschkönig erscheinen in kleinen, detailreichen Kulissen. Die Geschichten der Brüder Grimm werden hier nicht nur dargestellt, sondern in Form einzelner Märchenhäuser räumlich erlebbar gemacht, wodurch sich der Rundgang wie eine Abfolge kurzer Episoden anfühlt. Ergänzt wird dieser Bereich durch die Drachenbühne, auf der regelmäßig Vorstellungen stattfinden, sowie durch ein klassisches Puppentheaterformat, das den narrativen Charakter des Parks weiterführt.
Natur als Spielfläche: Mehr als nur Kulisse
Ein wesentlicher Teil des Konzepts ist der Walderlebnispfad, der den Wald selbst zum Lern- und Spielraum macht. Stationen wie Tierolympiade, Insektenhotel oder Barfußpfad verbinden Bewegung mit Naturwissen. Ungewöhnlich ist dabei die Vielzahl an interaktiven Elementen wie Duftstationen oder Spurenkunde, die den Aufenthalt nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ gestalten.
Parallel dazu zieht sich ein Tierbereich durch das Gelände, in dem unter anderem Ziegen, Schafe und sogar Nandus gehalten werden. Die Kombination aus Märchenwelt und realer Tierbegegnung schafft einen Wechsel zwischen Fantasie und Beobachtung, der besonders für jüngere Besucher prägend ist.
Kleine Fahrten, große Begeisterung
Mehrere Spielplätze mit Rutschen, Seilbahn und nutzbare Minibagger sind über das Gelände verteilt. Hinzu kommen kleinere Fahrgeschäfte wie Autoscooter oder Pedal-Go-Karts sowie ein Zug, der in das sogenannte Zwergenbergwerk führt. An wärmeren Tagen ist der groß angelegte Wasserspielplatz ein wahres Highlight, der mit Wasserläufen, Felsen und Spielbereichen gestaltet ist.
Im Jahresverlauf finden zudem Veranstaltungen wie Halloween oder ein winterlicher Märchenzauber statt, bei dem der Park thematisch umgestaltet wird und zusätzliche Programmpunkte erhält.
Entstehung und Geschichte
Vom Märchenpfad der 1960er zum heutigen Erlebniswald
Der Schongauer Märchenwald wurde im Jahr 1965 eröffnet und zählt damit zu den älteren familienorientierten Freizeitangeboten in der Region. Sein Konzept blieb über Jahrzehnte bewusst kleinteilig und naturverbunden. Während viele Freizeitparks auf Expansion und spektakuläre Großattraktionen setzen, entwickelte sich der Märchenwald eher durch Ergänzungen bestehender Bereiche.
Im Laufe der Zeit kamen zusätzliche Angebote wie der Tierpark, neue Spielbereiche sowie thematische Erlebnisstationen hinzu. Auch die Infrastruktur wurde angepasst, etwa durch gastronomische Einrichtungen wie die Drachenschänke.
Anfahrt
Mit dem Auto: Über regionale Straßen zwischen Schongau und Peiting erreichbar. Parkmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe des Eingangs.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Anreise per Bahn bis Schongau oder Peiting, anschließend Weiterfahrt mit Bus oder Taxi (genaue Verbindungen variieren).
Zu Fuß: Teilweise über regionale Wanderwege erreichbar, insbesondere aus den umliegenden Orten.
Mit Shuttle (bei Events): Bei ausgewählten Veranstaltungen verkehren Shuttlebusse zwischen Schongau, Peiting und dem Märchenwald

