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Beschreibung

Zwischen Fels, Eis und Gletschersee
Die Triftbrücke im Gadmental im Berner Oberland zählt zu den eindrucksvollsten Fußgängerhängebrücken der Schweiz und verbindet alpines Naturerlebnis mit moderner Ingenieurskunst. Sie überspannt den Triftsee, der durch den Rückzug des Triftgletschers entstanden ist, und ermöglicht Wanderern einen direkten Zugang in eine hochalpine Landschaft, die sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat.
Die Brücke ist rund 170 Meter lang und etwa 100 Meter hoch über dem Talgrund gespannt, wodurch sich ein außergewöhnlicher Blick auf den türkisfarbenen Gletschersee und die umliegenden Felsformationen eröffnet.
Wanderung zur Triftbrücke entlang des ehemaligen Gletschergebiets
Der Weg zur Triftbrücke beginnt meist bei der Triftbahn in Gadmen und führt durch eine abwechslungsreiche Berglandschaft. Bereits die Auffahrt mit der kleinen Seilbahn bietet einen eindrucksvollen Einstieg in das Erlebnis. Von der Bergstation aus führt ein gut markierter Wanderweg in Richtung Triftbrücke, wobei mehrere Routen zur Auswahl stehen, die sich in Schwierigkeit und Dauer unterscheiden. Für den kürzesten Zustieg muss man ungefähr 1,5 Stunden einplanen. Unterwegs eröffnen sich immer wieder weite Ausblicke auf das Gletschergebiet, während sich die Landschaft zunehmend alpiner und karger zeigt.
Besonders auffällig ist die dynamische Veränderung der Umgebung, da der Triftgletscher im Zuge des Klimawandels stark zurückgegangen ist. Wo früher Eis dominierte, befindet sich heute ein Gletschersee, der der Region eine neue landschaftliche Prägung verleiht.
Entstehung und Geschichte

Die Geschichte der Triftbrücke ist eng mit den Veränderungen des Triftgletschers verbunden. Ursprünglich führte der Zugang zur Trifthütte über den Gletscher selbst. Mit dem starken Rückgang des Eises wurde dieser Weg jedoch zunehmend unpassierbar und gefährlich. Um weiterhin einen sicheren Zugang zu gewährleisten, wurde im Jahr 2004 erstmals eine Hängebrücke errichtet.
Diese erste Konstruktion war vergleichsweise schmal und eher provisorisch ausgelegt. Aufgrund des wachsenden Interesses und der steigenden Besucherzahlen wurde sie bereits wenige Jahre später ersetzt. Im Jahr 2009 entstand die heutige Brücke, die deutlich breiter und stabiler gebaut wurde. Sie erfüllt höhere Sicherheitsstandards und ist besser auf die Anforderungen eines beliebten Wanderziels ausgelegt.
Anfahrt
Mit dem Auto: Anfahrt über Meiringen ins Gadmental bis zur Talstation der Triftbahn. Dort stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahnverbindung bis Meiringen, anschließend Weiterfahrt mit dem Postbus ins Gadmental bis zur Haltestelle Triftbahn.
Mit der Seilbahn: Auffahrt mit der Triftbahn zur Bergstation, von dort beginnt die Wanderung zur Brücke.
Zu Fuß: Mehrere Wanderwege führen zur Triftbrücke, je nach Route dauert der Zustieg etwa 1,5 bis 2,5 Stunden.







