Ausflugsziel Kakadu Nationalpark in der Kakadu-Region: Position auf der Karte

Kakadu Nationalpark Jabiru

Kakadu Nationalpark
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Die größte Insel und der kleinste Kontinent der Welt

Australien umfasst eine Gesamtfläche von 7,69 Millionen km² und ist damit gleichzeitig die größte Insel aber auch der kleinste Kontinent der Welt. Von Norden nach Süden erstreckt sich das Land über eine Länge von 3.700 km, von Westen nach Osten etwa 4.000 km. Australien ist damit der sechstgrößte... Mehr erfahren

aktualisiert am Jul 4, 2018
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Wissenswertes

Beschreibung

Gunlom (Waterfall Creek), Kakadu National Park, NT 2013
© Ellenor Argyropoulos, Tourism Australia Gunlom (Waterfall Creek), Kakadu National Park, NT 2013

Der Kakadu Nationalpark ist der größte Nationalpark in Australien und beeindruckt auf fast 20.000 km² mit atemberaubender Flora und Fauna.

Die unterschiedlichen Landschaftsgebiete

Die Landschaft des Parks wechselt, wenn Du von einem Ende des Parks bis zum anderen fährst.

Der nördliche Teil des Parks stellt eine Küstenlinie dar, die geprägt ist von ebenen Flächen und den dortigen Gezeiten. Das Gebiet ist schwer zu erreichen, da es von Mangroven-Wäldern eingeschlossen ist. Der beste Zugangspunkt ist "West Alligator Head". Weiter landeinwärts werden die Ebenen von Sumpfland dominiert. An manchen Stellen befindet sich dort ein Regenwald mit Wasserfällen.

Der folgende Landschaftsteil ist am Besten aus dem Flugzeug zu betrachten. Es handelt sich hierbei um eine Steinlandschaft, die bis zu 300 m hoch sein kann, wie das Arnhem Land Plateau eindrucksvoll beweist. Die Spitze des Plateaus zählt zu den trockenen Gegenden - die Erde ist zerklüftet und das Wasser trocknet sehr schnell. Die dortigen Lebenwesen können sich in den trockenen Monaten in den Regenwäldern um das Gebiet zurückziehen. Wenn Du das Gebiet bewandern möchtest, so sind Ubirr und Nourlangie die besten Anlaufstellen, da sie eine beeindruckende Aussicht über das Gebiet und die Wälder darunter liefern.

Fast 80 Prozent des Nationalparks besteht aus einer Savanne - "the lowlands". Neben Eukalyptuswäldern und hohen Gräsern hat dieses Gebiet eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren zu bieten. Hier kannst Du beispielsweise Tiere wie Dingos, Wallabies oder Papageien sehen. Wenn Du viel Glück hast, kannst Du sogar einen Gould Waran sehen, der mittlerweile sehr selten geworden ist. Eine besondere Sehenswürdigkeit innerhalb dieses Gebietes sind die Termitenhügel, die über sechs Meter hoch und bis zu 60 Jahre alt sein können.

Im Gegensatz zu der vorher beschriebenen Steinlandschaft ist das Sumpfgebiet um Yellow Water und Mamukala ganzjährig feucht und schlammig, so dass es eine Zuflucht für viele Tiere während der trockenen Monate bietet. Das Gebiet solltest Du am Besten per Boot erkunden.

Die südliche Landschaft stellt eine Berglandschaft dar, die von den Gunlom Wasserfällen und von den Yurmikmik Wegen aus sehr gut gesehen werden kann. Neben dem Antilopenkänguru und dem Schwarzbrustmilan sind hier weitaus seltenere Tiere wie der Gouldamadine aus der Gattung der Prachtfinken und der Fuchshabicht beheimatet.

Die sechs unterschiedlichen Jahreszeiten des Gebietes

Australien wird beherrscht von einer Regenzeit, die von November bis April reicht, und von einer Trockenzeit von Mai bis Oktober. Die Gegend um den Kakadu Nationalpark vermerkt jedoch sechs verschiedene Jahreszeiten.

Von Dezember bis März gibt es die Monsunzeit, auch Gudjewg genannt. Bei Temperaturen von 24 bis 34 Grad Celsius herrschen zu dieser Zeit Gewitter, heftiger Regen und Überschwemmungen vor. Das Gebiet erlebt in diesem Zeitraum ein heftiges Wachstum. Hier kannst Du reißende Wasserfälle und grelle Blitze beobachten.

Der April ist der Monat, der von Stürmen beherrscht wird. Diese Zeit wird als Banggerreng bezeichnet und weist eine Temperatur von 23 bis 34 Grad Celsius auf. Während die Überschwemmungen langsam zurückgehen und sich der Himmel aufklärt, fegen zu dieser Zeit heftige Stürme über das Land. Eine besondere Augenweide ist der blühende Zimtahorn, der die Heimat für viele Wasservögel darstellt.

Der Zeitraum von Mai bis Mitte Juli wird als relativ kühle, aber feuchte Saison mit dem Namen Yegge beschrieben. Bei vorherschenden Temperaturen von 21 bis 33 Grad wird das Land von Winden heimgesucht, die das Gebiet austrocknen. Laut den Aborigines ist es der Beginn zur Reinigung des Landes.

Ab Mitte Juli bis Mitte August zieht eine Kaltwetterfront über das Gebiet, Wurrgeng genannt. Die Temperaturen beginnen bei 17 Grad in der Nacht und reichen bis maximal 32 Grad Celsius am Tag. Die meisten Flüsse vertrocknen in dieser Zeit und die überfluteten Ebenen trocknen aus.

Ab Mitte August beginnt die richtige Trockenzeit, die bis Mitte Oktober andauert und Temperaturen von 23 bis zu 37 Grad Celsius erreicht.

Danach beginnt im Gebiet die Vor-Monsunzeit, die bis kurz vor Ende Dezember andauert und Temperaturen von 24 bis 37 Grad mit sich bringt. Gunumeleng kann von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten andauern. Auch wenn es die Zeit vor den Monsunen ist, kann man hier bereits bemerken, dass die Luft wieder feuchter wird. Die ausgetrockneten Flüsse beginnen wieder zu fließen, die Ebenen werden wieder überflutet und das Land wird von Gewittern am Nachmittag geprägt.

Die Erkundung des Nationalparks

Der Park kann sowohl zu Fuß als auch per Fahrzeug oder Boot erkundet werden. So kannst Du beispielsweise mit dem Geländewagen zur Koolpin Gorge fahren oder Du schaust dir die Jim Jim Falls während der Regenzeit an. Der "East Alligator River" sollte nur per Boot erkundet werden. Eine andere Möglichkeit wäre es, wenn Du mit einem Kanu zu den "Twin Falls" fährst oder wenn Du den Regenwald zu Fuß erkundest.

Sofern Du einen längeren Aufenthalt einplanst, gibt es die Möglichkeit auf dem Nature´s Way, der bei Darwin beginnt, das ursprüngliche Feuchtgebiet und die Kultur der Aborigines näher zu betrachten. Der Nationalpark beheimatet die weltweit größte Sammlung der Felskunst.

Als echter Abenteurer ist es ein Muss, den Spuren Crocodile Dundees zu folgen, indem Du zu den Gunlom Wasserfällen wanderst.

 

Geführte Wanderungen oder Informationsschilder geben Dir zahlreiche Informationen über die Aborigines, deren Felskunst und die Flora und Fauna des Parks.

Entstehung und Geschichte

Kakadu National Park
© Peter Eve, Tourism NT Kakadu National Park

Der Kakadu Nationalpark wurde 1981 zum "World Heritage Park" und damit zum Weltkultur- als auch -naturerbe erklärt. Die Ernennung zum Nationalpark fand jedoch erst zwischen 1979 und 1991 statt. Mittlerweile nimmt der Park eine Fläche von fast 20.000 km² ein.

In der Sprache der Einheimischen wird der Park auch Gagadju genannt. Es wird angenommen, dass die Besiedelung durch die Aborigines während der "Traumzeit" von diesem Gebiet ausging. Die Traumzeit ist ein Begriff der Mythologie und beschreibt, wie sich das "Jetzt" in einer universellen, raum- und zeitlosen Welt entwickelt hat.

Mehr als die Hälfte des Parks ist im Besitz der Bininj/Mungguy-Aborigines. Der gesamte Park wird zusammen mit "Parks Australia" geleitet.

Anfahrt

Anreise mit dem Flugzeug

Um in Australien so nah wie möglich an den Nationalpark mit dem Flugzeug zu kommen, ist der Flughafen in Darwin zu empfehlen. Dieser kann international angesteuert werden und ist etwa 400 km vom Park entfernt. Von Darwin aus kann der nationale Flughafen Jabiru angeflogen werden, der dem Park um einiges näher ist.

Anreise mit dem Auto

Ab Darwin gibt es zwei Möglichkeiten mit dem Auto zum Park zu fahren. Das ist zum einen der Arnhem Highway und zum anderen der Stuart Highway. Während der erstere in östliche Richtung geht und Du bei Jabiru auf den Kakadu Highway wechseln muss, führt Dich der zweite Richtung Süden. Sobald Du Pine Creek erreichst, musst Du auch hier auf den Kakadu Highway, jedoch in nördlicher Richtung, wechseln.

Etwa auf halber Strecke des Kakadu Highways befindet sich der Nationalpark.

 

Hinweise:

Auf dem Stuart und Arnhem Highway fahren sogenannte Road Trains. Das sind Lastzüge, die bis zu 50 m lang sein können. Aufgrund der Länge können die Fahrzeuge sehr schwer und langsam bremsen. Von daher solltest Du dort vorsichtig fahren, um gegebenenfalls ausweichen zu können.

Solltest Du vorhaben, den Nationalpark während der Regenzeit zu besuchen, so kann es sein, dass einige Straße wegen Überschwemmung gesperrt sind.

 

Sofern Du ab Jabiru losfährst, gibt es nur die Möglichkeit, den Kakadu Highway in südlicher Richtung zu nehmen.

Video

Lonely Planet: Travel Guide to Kakadu... | 03:33

Kontakt

Park Manager
PO Box 71
NT 0886
Jabiru
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Tel.:+61 8 8938 1120
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