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Beschreibung

Das MEERESMUSEUM ist der älteste Standort der Stiftung Deutsches Meeresmuseum und liegt mitten in der UNESCO-Welterbe-Altstadt von Stralsund im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen. Der gotische Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, dessen Klosterkirche bereits 1287 geweiht wurde, beherbergt seit 1974 die meereskundlichen Ausstellungen und Aquarien. Nach rund drei Jahren umfassender Modernisierung präsentiert sich das MEERESMUSEUM seit Sommer 2024 mit neuen Aquarien, neuen Ausstellungen und barrierefreiem Zugang in zeitgemäßem Glanz – ohne seinen besonderen Charakter zu verlieren.
Evolution, Mensch & Meer und der Finnwal im Chor
Im Erdgeschoss der ehemaligen Katharinenhalle widmet sich die Ausstellung „Evolution" der Entstehung des Lebens aus dem Meer. Stammbäume verschiedener Tiergruppen, Originalpräparate, Fossilien sowie Exponate von Haien und Rochen zeichnen die Erdzeitalter digital und anschaulich nach. Den Abschluss bildet ein etwa zwei Meter im Durchmesser großes Megalodon-Gebiss. Im Chor der ehemaligen Klosterkirche ist das beeindruckende, 15 Meter lange Skelett eines Finnwals aus dem Jahr 1825 zu sehen, ergänzt durch Skelette von Eisbär, Seekuh, Seeotter und Robbe. Im Zwischengeschoss zeigt der Bereich „Mensch & Meer" die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Ozean – mit Modellen von Schiffen wie der Towarisch (heute Gorch Fock) sowie historischen Tauchausrüstungen und Tiefsee-U-Booten.
Marlene und die historischen Sammlungen
Heimlicher Star des Hauses ist seit einem halben Jahrhundert „Marlene", die Lederschildkröte. Sie wurde im Herbst 1965 von Ostseefischern in der Nähe von Stralsund gefunden und erhielt ihren Namen in Anlehnung an Marlene Dietrich, da der Filmstar und die zur Präparation vorgesehene Schildkröte zur gleichen Zeit in Berlin eintrafen. Seit der Wiedereröffnung ist Marlene nicht nur als Präparat in einer Vitrine, sondern auch als Bronzeabguss zu bestaunen. Das Museum ist zudem für seine umfangreiche Sammlung historischer Schiffsmodelle, antiker Navigationsgeräte und Taucherausrüstungen bekannt.
Teil der Stiftung Deutsches Meeresmuseum
Das MEERESMUSEUM ist einer von vier Standorten der Stiftung Deutsches Meeresmuseum. Dazu gehören außerdem das OZEANEUM auf der Stralsunder Hafeninsel, das NAUTINEUM auf der Insel Dänholm zwischen Stralsund und Rügen sowie das NATUREUM am Leuchtturm Darßer Ort auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.
Entstehung und Geschichte

Die Wurzeln des MEERESMUSEUMs reichen bis ins Jahr 1951 zurück, als im ehemaligen Katharinenkloster eine erste naturkundliche Ausstellung eingerichtet wurde. 1974 wurde dann das „Meeresmuseum – Museum für Meereskunde und Fischerei" offiziell eröffnet, ein Jahr später kamen die Meeresaquarien in der Katharinenhalle hinzu. Zur 750-Jahr-Feier der Stadt Stralsund wurde 1984 ein Erweiterungstrakt für die Aquarien eingeweiht. Nach der Wende ging das Haus 1994 in die Stiftung Deutsches Meeresmuseum über und wurde 1998 in Deutsches Meeresmuseum umbenannt. Mit der Modernisierung von 2021 bis 2024 erhielt der älteste Standort der Stiftung eine grundlegende technische und konzeptionelle Überarbeitung.
Anfahrt

Mit dem Auto
Knapp 100 Meter neben dem Museum ist ein kostenpflichtiger Parkplatz
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
15 Minuten zu Fuß entfernt ist der Hauptbahnhof Stralsund. Hier verkehren unter anderem die Regionalbahnen RB25, RE3, RE5, RE9, RE30 und RE51.











