Ausflugsziel Doppeltempel von Kom Ombo in Assuan: Position auf der Karte

Doppeltempel von Kom Ombo

Doppeltempel von Kom Ombo
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In meinem Beruf habe ich das seltene Glück, meine beiden größten Leidenschaften zu vereinen: das Reisen und das Schreiben. Für eine Woche reinen Strandurlaub konnte man mich schon als Kind nicht begeistern. Damals begnügte ich mich damit, meine Eltern auf der Autofahrt Richtung Süden mit italienischen Vokabeln und Fakten aus dem Reiseführer zu behelligen. Während meines Studiums der... Mehr erfahren

aktualisiert am Jul 3, 2019
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Beschreibung

Wie die meisten altägyptischen Tempel verfügt auch die Anlage in Kom Ombo über eine Säulenhalle
© Daniela Eisenrauch / TouriSpo Wie die meisten altägyptischen Tempel verfügt auch die Anlage in Kom Ombo über eine Säulenhalle

Der Doppeltempel von Kom Ombo befindet sich am östlichen Nilufer in Oberägypten, zwischen Luxor und Assuan. Die altägyptische Anlage stammt aus der ptolemäischen Herrschaftszeit, also aus den Jahren 304 bis 31 vor Christus. Er war den beiden Gottheiten Sobek und Haroeris geweiht und wird daher als Doppeltempel bezeichnet. Durch das bis zum Bau des Assuan-Staudamms jährlich auftretende Hochwasser des Nils sowie durch Erosion am Mauerwerk ist das Bauwerk heute stark beschädigt.

Sobek und Haroeris

Im Gegensatz zu den meisten anderen altägyptischen Tempelanlagen ist der Bau in Kom Ombo gleich zwei Göttern geweiht. Der Bereich südöstlich des Haupteingangs war für den krokodilköpfigen Sobek bestimmt, er war in der altägyptischen Mythologie der Wasser- und Fruchtbarkeitsgott. Der nordwestliche Halbtempel dagegen galt dem Haroeris, seines Zeichens Licht-, Himmels- und Kriegsgott. Er wurde in der Regel als falkenköpfige Gestalt dargestellt.

Aufbau des Tempels

Wie für altägyptische Tempel üblich, betritt man das Bauwerk zunächst durch einen großen Pylon und gelangt dann in den ersten Hof. Vorbei an reich verzierten Reliefs geht es in die erste Säulenhalle. Weiter durch die zweite Säulenhalle führt der Weg auf zwei parallele Zugänge zum Allerheiligsten hin, dem Bereich, der den Göttern selbst sowie den Hohepriestern vorbehalten war.

Nebenanlagen

Rechts im Tempelhof befindet sich eine kleine Kapelle. Sie wurde vom römischen Kaiser Domitian nachträglich angebaut und war der Göttin Hathor gewidmet. Einst waren hier Krokodilmumien sowie deren Sarkophage aufgebahrt, die dem Verehrungskult um den Krokodilsgott Sobek entsprangen. Diese befinden sich heute in einem kleinen Museum direkt neben dem Tempel.

Nordwestlich von der Tempelmitte befindet sich ein sogenanntes Nilometer, ein Wasserstandsmesser. Im runden Brunnenschacht konnte man anhand von Markierungen die Pegelhöhe des Nils ermitteln. Im alten Ägypten war der Wasserstand des Flusses maßgeblich für die Höhe der Steuern. Wenn durch einen hohen Pegel mehr Wasser zur Bewässerung der Landwirtschaftsflächen zur Verfügung stand, fielen die Ernteerträge höher aus. Bei besseren Einträgen konnten von den ägyptischen Bürgern höhere Steuerabgaben verlangt werden. 

Entstehung und Geschichte

Entstehung und Funktion des Tempels

Der Doppeltempel von Kom Ombo entstand in der Zeit zwischen 304 und 31 vor Christus, in der sogenannten ptolemäischen Zeit. Die Anlage diente der Verehrung der altägyptischen Gottheiten Sobek, dem Krokodilgott, und Haroeris mit dem Falkenkopf.

Freilegung und Restauration

Für lange Zeit waren die Ruinen von Kom Ombo größtenteils unter Sand begraben. Erst 1893 legte der französische Ägyptologe Jacques de Morgang die Anlage frei und restaurierte sie. Bis ins 19. Jahrhundert stand vor dem Tempel das Geburtshaus von Ptolemaios VIII. Euergetes II. Es wurde bei einem der Nilhochwasser davon geschwemmt.

Touristische Nutzung

Heute ist der Doppeltempel von Kom Ombo fester Besichtigungsbestandteil der Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan. Die Schiffsanlegestelle befindet sich nur etwa 70 Meter vom Tempel entfernt. 

Anfahrt

Touristen besuchen den Tempel in der Regel im Rahmen einer Nilkreuzfahrt. Die Anlegestelle für die Schiffe befindet sich nur etwa 70 Meter entfernt und der Doppeltempel ist vom Nil aus bereits gut zu erkennen. Von der Anlegestelle aus führt ein Weg direkt zum Tempel und weiter zum etwas unterhalb des Tempels gelegenen Krokodilmuseum. 

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