Ausflugsziel Die Festung von Belgrad in Belgrad: Position auf der Karte

Die Festung von Belgrad Beograd

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aktualisiert am 12 Sep 2016
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Beschreibung

Das Victor Monument
CC by-sa 3.0   © Nemezis Das Victor Monument

Einmaliger Ausblick von der Festung

Nachdem die Festung von Belgrad während ihrer langen Entstehungszeit so oft ihre Ausmaße und die äußere Form veränderte, kann sie heute klar in die eigentliche zentrale Festung, der Oberen und der unteren Stadt sowie dem schönen Kalemegdan Park unterteilt werden. Schon beim ersten Blick hinab ins Tal kannst du gut nachvollziehen, warum die Festung strategisch in jeder Hinsicht gut gelegen ist, denn von hier aus hast du einen äußerst weiten Blick und kannst gleichzeitig aber auch die Mündung zwischen Save und Donau überblicken. Während diese Weitsicht damals noch den entscheidenden Vorteil in einem Krieg ausmachen konnte, dient sie dir heute ganz entspannt als einmaliger Aussichtspunkt, von welchem aus du einen tollen Panoramablick über Belgrad genießen kannst.

Die Obere Stadt und ihre Monumente

Wenn du dich in der heutigen Oberen Stadt befindest kannst du nicht nur die Überreste des längst vergangenen römischen Castrums besichtigen, sondern hast zudem auch die Möglichkeit einen Großteil der wichtigen Denkmäler der ganzen Anlage hautnah zu erleben. So findest du hier die am besten erhaltensten Mauern und Türme sowie viele ältere Tore wie das Tor des Despoten, welcher wie der Name schon verrät zu Zeiten des Herrschers Stefan Lazarević um 1405 errichtet wurde. Heute erinnert nur noch der Name an die Zeit des Despoten, denn hier befindet sich seit einiger Zeit ein astronomisches Observatorium. Doch auch die österreichische Besetzung hat hier ihre Spuren hinterlassen, denn aus dieser Phase stammen viele der barocken Bauten wie der Uhrturm Sahat Kula und auch das Sahat Tor. Da Letzterer nie einen großen Schaden aus den militärischen Konflikten rund um die Festung davongetragen hat, repräsentiert besonders dieses Tor mit seinem einzigartigen Turm den Stil dieser Epoche.

Gang durch die Vergangenheit

Bei einem Gang durch die Obere Stadt gibt es noch einiges mehr zu entdecken, denn hier befindet sich ebenfalls eines der wichtigsten Symbole der Anlage, das Victor Monument. Dieses ist ein Werk des Bildhauers Ivan Mestrovic und wurde 1928 zum zehnjährigen Gedenken an den Sturm auf die Salonikifront errichtet. Auch von dieser Plattform aus hast du einen wunderbaren Ausblick, der besonders bei Nacht und bei Einbruch der Dunkelheit ein schönes Bild abgibt. Des Weiteren gibt es in der Oberen Stadt auch Überreste, die noch an das Mittelalter erinnern. So ist zum Beispiel das Defterdar Tor seit jeher eine Verbindung zwischen der Oberen und der Unteren Stadt und ebnet gestern wie heute den Weg in den nächsten Teil der großen Anlage.

Ausklang im Kalemegdan Park

Doch auch in der Unteren Stadt befinden sich einige historische und architektonische Highlights, die du dir auf deiner Entdeckungstour durch die Festung nicht entgehen lassen solltest. Hier gibt es unter anderem ein Mausoleum der Verteidiger von Belgrad, welcher der Serbischen Soldaten des ersten Weltkriegs gedenkt. Zudem befindet sich in diesem Gebiet auch ein altes türkisches Bad sowie weitere Befestigungstürme und Bastionen. Die Untere Stadt wird besonders heute auch für viele Events und Konzerte verwendet, sodass hier schon namhafte Bands wie Green Day oder auch der Rockstar Billy Idol aufgetreten sind. Zum Abschluss deiner Tour durch die Festung solltest du in jedem Fall noch einen Spaziergang durch den Kalemegdan Park machen, der mit dem schönen Grün von Flora und Fauna aufwarten kann. Sollte das Wetter dir hier einen Strich durch die Rechnung machen, kannst du alternativ auch eine der vielen Ausstellungen in den Festungsräumen besuchen und hast somit in jeder Hinsicht einen abwechslungsreichen Aufenthalt in der Festung von Belgrad.

Entstehung und Geschichte

Der Kalemegdan Park
CC by-sa 3.0   © Vladimir Alic Der Kalemegdan Park

Ursprung der runden Festung

Dass die Erhebung inmitten der Stadt einen Vorteil in jeder Hinsicht darstellt, erkannten bereits einige keltische Stämme im Laufe des 3. Jahrhunderts vor Christus und schafften somit die Grundlage für die heutige Festung von Belgrad. Aufgrund ihrer charakteristichen äußeren Form nannten die Römer das Gebäude im ersten Jahrhundert “Singidunum” und bezeichneten die Befestigung somit sinngemäß als “runde Festung” oder auch “runde Stadt”. Unter der Herrschaft des byzantinischen Reichs verlor die Festung zwar einiges ihrer ursprünglichen Größe, wurde allerdings mit stärkeren Wehrmauern versehen und war somit besser vor Angriffen geschützt.

Obere und Untere Stadt

Obwohl der Bau somit schon eine enorme Aufwertung erfuhr, sollte dies noch nicht der Höhepunkt sein, denn unter dem serbischen Despoten Stefan Lazarević entstanden die Ausmaße der heutigen Oberen und Unteren Stadt. Hierdurch entstanden ausladende und teilweise pompöse Bauten wie das Schloss Lazarevićs, der hier den Hauptsitz seines Imperiums erreichten wollte. Aus diesem Grund dehnte er auch den Hafen um einige Kriegsvorrichtungen aus, sodass die Festung zu Belgrad unter dem Despoten ihre gewaltige Größe erlangte, für die sie auch heute noch bekannt ist.

Auch zu Kriegszeiten stets von Bedeutung

Doch nicht nur im Mittelalter nahm die Festung eine wichtige Rolle ein. Besonders im österreichisch-türkischen Krieg galt sie als enorm widerstandsfähiger Punkt für den Gegner. Zwar musste sie in dieser Zeit gut dreimal wiedererrichtet werden, verlor aber dennoch in ihrer Funktion nicht an Wichtigkeit. Während der Zeit der österreichischen Besatzungsmacht von 1717 bis 1739 war die Festung einer der wichtigsten militärischen Knotenpunkte im europäischen Raum, was nicht zuletzt den Konstruktionen des Offiziers Nicolas Doxat de Démoret zu verdanken war. Leider wurden diese kurz vor der Rückkehr der Türken zerstört, sodass die heutige Form der Festung von Belgrad erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstand.

Anfahrt

Mit dem Auto

Von Rumänien aus

Solltest du aus östlicher Richtung kommen und Richtung Belgrad fahren wollen, nimmst du hierfür am besten die DN59. Dieser folgst du, bis du die Dunărea erreichst und in das Stadtzentrum gelangst, nachdem du diese überquerst hast. Du hältst dich auf der Straße und erreichst so die Kralja Petra, an der sich auch die Festung befindet.

 

Von Kroatien aus

Aus dem Westen kommend nimmst du zunächst die A3 und erreichst auf dieser die Grenze zu Serbien. Der Straßenverlauf wird anschließend zur E70, welcher du bis ins Stadtzentrum von Belgrad hinein folgst. Hier befindet sich die Festung an der Kralja Petra.

 

Von Ungarn aus

Wenn du aus dem Norden anreisen solltest, hältst du dich am besten auf der E75, die dich auf direktem Wege in das Zentrum von Belgrad führt. Hier erreichst du die Festung an der Kralja Petra und hast somit dein Ziel erreicht.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Wenn du dich bereits in Belgrad befindest, kannst du dich innerhalb der Stadt selbst am besten mit den dort angesiedelten Straßenbahnen sowie den zentralen Buslinien fortbewegen.

Mit dem Flugzeug

Der Flughafen Nikola Tesla liegt in etwa 18 km außerhalb von Belgrad und fliegt alle die meisten großen europäischen Städte an, sodass du auch von weiter entfernt liegenden Orten die Hauptstadt erreichen kannst.

Kontakt

Beogradska tvrđava
Kralja Petra I 71/III
11000
Beograd
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Tel.:+381 (0)11 2620-685
Fax:+381 (0)11/ 26 33 747
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